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Biere der National Jürgens Brauerei (NJB

Biere der National Jürgens Brauerei (NJB

Ich habe in den letzten Tagen die Biere der neuen National Jürgens Brauerei (NJB) getestet. Die Brauerei hatte mir die Biere nach Haus geliefert. 

Ich habe auch ein wenig im Netz recherchiert und mein Wissen über Bier erweitert.

Beim Testen habe ich gemerkt, dass meine Nase doch wohl etwas verstopft ist. Die „Nase“ - die in den Eigendarstellungen – „gepriesen“  - wird, kam bei mir nicht so richtig zum Einsatz.

Aber alle getesteten Biere haben mir ausgezeichnet geschmeckt.

Siehe auch Gläser, National Jürgens Brauerei

Untergäriges

Untergärige Hefe benötigt im Gegensatz zu obergäriger Hefe eine niedrigere Temperatur zwischen 4 und 9 °C für die Gärung. Aufgrund dessen können sich weniger Spontan-Infektionen vermehren; außerdem benötigt das untergärige Brauen eine längere Gär- und Lagerzeit. Typische Untergärige Biere sind Pils, Export, Märzen und Lager. (Wikipedia)

Das es untergäriges und obergäriges gibt, weiß ich seit dem aufkommen des Altbiers im Norden. Die Informationen, die ich jetzt gefunden habe, sind etwas ausführlicher als seinerzeit. Damals wusste ich nur, dass Untergäriges erst im großen Umfang gebraut werden konnte, als technische Kühlung möglich war.

Helles

Helles, auch Helles Lager, Münchner Helles, Bayrisch Hell oder Hellbier ist eine untergärige, hellgelbe und schwach gehopfte Biersorte. (Wikipedia)

Gala Hell

Als erstes habe ich Gala Hell getestet. Als ich mit 16 Jahren (also 1965) anfing Bier zu trinken, gab es von den Braunschweiger Biersorten meist Export Bier, aber auch Pils. Export verschwand vom Markt. Die Biersorte Hell kenne ich von früher nicht.

Export war „süßer“ als Pils. Gala Biere waren meiner Erinnerung nach nicht so herb wie Wolters.

Von Gala Hell war ich positiv überrascht. Frisch herb fand ich es. Die Werbung auf der NJB Seite fand ich zutreffend. Zitrus habe ich allerdings nicht geschmeckt


NJB-Eigenwerbung:

"Das Helle ist ein Biertyp, der im Gegensatz zum Pilsener mit einer milden Hopfenbittere daherkommt und durch den erhöhten Malzanteil mit einem volleren Körper aufwartet. Durch die Zugabe von feinem Aromahopfen gegen Ende des Würzkochens entfaltet das Bier ein blumiges, zitrusartiges Aroma, das sich im Antrunk fortsetzt. Die Hopfenbittere verschmilzt mit dem Malzkörper und klingt harmonisch aus. Das Bier ist ein echter Durstlöscher."

Obergäriges

Als obergärige Hefe bezeichnet man die Stämme der Bierhefe Saccharomyces cerevisiae, die bei der Gärung Zellverbände bilden, in denen sich Bläschen von Gärungsgas ansammeln, wodurch die Hefe während der Fermentation als sogenannter Gest auf der Oberfläche des Jungbiers schwimmt. Obergärige Hefe benötigt bei der Gärung höhere Umgebungstemperaturen (15–20 °C) als untergärige Hefe (4–9 °C) und ist daher anfälliger für Verunreinigungen mit Fremdpilzen und Bakterien. Die Vergärung verläuft dafür jedoch wesentlich schneller und ist auch ohne Kühlung möglich. Die mit ihr als Bierhefe gebrauten Biere werden Obergäriges Bier genannt. (Wikipedia)

Wie ich erfahren habe sind - außer dem Gala Hell - alle anderen Biere von NJB obergärig. 

Seit dem Aufkommen des Altbiers im Norden weiß ich über etwas über obergäriges Brauen. Mein erstes Altbier habe ich im Knuff getrunken. (siehe Hof / Knuff / Efes…) Auch „Weizenbiere wird meist obergärig gebraut“ (Wikipedia), wie ich gerade recherchiert habe

Crab#1

Auf Jersey habe ich das einzige englische Bier getrunken. (siehe Und der Geschmack hat meine schlechte Meinung über englisches Bier revidiert. Ich erinnere mich, dass es auf Jersey nur eine Brauerei gab: Die Liberation Brewery Jersey. Wahrscheinleich war es Pale Ale. Es war auf meiner Bretagne Radtour (wahrscheinlich 1998). (siehe Bretagne)

 Das ist schon so lange her, dass ich mich an den Geschmack nicht mehr erinnere.

Eigendarstellung

"Crab#1 - ein fruchtiges Pale Ale, dessen besonderer Geschmack durch die Verwendung der Hopfensorten Cascade und Citra entsteht. Gebraut wird das obergärige Bier mit den Malzsorten Pilsener, Wiener und Cara. Die Nase ist intensiv fruchtig und weckt sofort Erinnerungen an den letzten Urlaub im Warmen oder an das sommerliche Grillen im Park. Die angenehme Bittere umspielt die Frucht und bändigt die Vitra-Bombe."


Meine Meinung

Das Pale Ale hat mich positiv überrascht. Das Bier ist sowohl sanft ohne „süß“ zu sein, ist zudem leicht herb. Wenn das Kühlschrank-kalte Pale-Ale sich leicht erwärmt, verändert sich der Geschmack. Es schmeckt aber nicht etwa besser, sondern anders gut. Und es schmeckt auch nicht „abgestanden“, wenn man es nicht so schnell trinkt.

Südsee IPA

IPA bzw. India Pale Aleso Wikipedia „ist ein helles, obergäriges, stark hopfenbetontes Pale Ale. Das IPA ist ein klassischer Bierstil der US-amerikanischen Craft-Bier-Bewegung....

Die Brauerei Hodgson lieferte dieses wegen seines höheren Alkohol- und Hopfengehaltes sehr haltbare Bier unter anderem in die indischen Kronkolonien. Durch Indienheimkehrer wurde es im 19. Jahrhundert unter dem Namen India Pale Ale populär“

Eigendarstellung:

"Das Südsee IPA ist ein starkes und aromatisches Bier, dessen prägnante Bittere durch die Auswahl der Malzsorten harmonisch ergänzt werden. Eine großzügige Hopfengabe in der Lagerung lässt ein komplexes Fruchtaroma in der Nase entstehen, bei dem Beeren und Zitrusfrüchte im Vordergrund stehen. Benannt ist dieses India Pale Ale nach dem Südsee im Süden von Braunschweig."


Meine Meinung

Ich erinnere mich nicht an so einen Geschmack, habe also keine Vergleiche.

Das Bier ist vollmundig, kräftig und auch herb (sanft bitter), und auf  der Zunge leicht rauchig.

Mir schmeckt es ausgezeichnet.

Eigengewächs Roggen-Ale

Roggenbier ist ein Bier, zu dessen Herstellung Roggenmalz und/oder Roggen aus Rohfrucht als Stärkelieferant für die alkoholische Gärung eingesetzt wird.

Bis zum 15. Jahrhundert soll Bier generell auch aus Roggenmalz gebraut worden sein. Eine eindeutige Beschränkung auf eine Region ist nicht eindeutig nachgewiesen. Nach und nach wurde der Roggen als Stärkelieferant verdrängt. Stattdessen wurde die für das Backen eher ungeeignete Gerste zu speziellen Braugerstensorten weitergezüchtet. (Wikipdedia

Eigendarstellung NJB (auf Facebook)

"Gebraut mit Roggen, Gerste und Dinkel für einen malzbetonten Körper und vollen Geschmack. Nach dem Kochen kamen hier auch noch unsere eigenen Hopfendolden zum Einsatz, die wir nach der Ernte schonend getrocknet haben"

Den vollen Geschmack kann ich bestätigen. Es war für mich schwierig Nuancen herauszuschmecken. Das Bier schmeckt absolut lecker!


Ich teile nicht die Auffassung von „Wikipedia“: „Der Geschmack eines traditionell hergestellten Roggenbieres kann mit malzaromatisch, süßlich und ölig im Antrunk beschrieben werden und bringt ein samtiges Mundgefühl mit sich.“

Süßlich fand ich Eigengewächs Roggen-Ale nicht.

Ich habe zum Vergleich im Anschluss ein Brunswiek Alt. Das schmeckte nach dem Roggen-Ale richtig blass.

Altbier

"Altbier (oft nur Alt genannt) ist eine zumeist dunkle obergärige Biersorte. Sie ist vor allem am Niederrhein und in Westfalen verbreitet. Aufgrund der verschiedenen Anteile der verwendeten Malze in diesen beiden Landesteilen (siehe unten) kann auch in die Sorten Düsseldorfer Altbier und Westfälisches (oder Münster) Altbier unterschieden werden." (Wikipedia )

Mein erstes Altbier habe ich im Knuff getrunken. (siehe Hof / Knuff / Efes…

Brunswiek Alt

Eigendarstellung

"Mit dem Brunswiek Alt ruft die National Jürgens Brauerei wieder eine Braunschweiger Biertradition ins Leben, die seit dem Meisterschaftsjahr 1967 vertrieben wurde. Eingeschenkt ins Glas präsentiert sich das kastanienbraune Bier mit einem feinen, nussigen Schaum und lässt schon erahnen, dass Röstmalze hier das Sagen haben. In der Nase entfalten sich Aromen nach Karamell, getrockneten Früchten und einem Hauch nach Kaffee. Es ist ein Bier mit einem schönen Körper, der den Mund angenehm ausfüllt und doch leicht und spritzig wirkt. Der Geschmack ist erfrischend trocken und bitter."


Ich habe ja bereits ein Brunswiek Alt getrunken (siehe Blog-Beitrag)

Zum Vergleich habe ich diesmal ein Diebels Alt vor dem Brunswiek Test getrunken. Das Brunswiek Alt war süffiger