Nikolaus

Jasperallee 07.06.2018
Jasperallee 07.06.2018

Zunächst reiste ich aber zu meiner Verabredung am 6. Dezember 1973, ich kam mittags

an und aß mit Herbert und Hedwig zu Mittag.

„Wenn Ihr gestattet, habe ich einige Fragen:“

Hedwig lächelte: „Das ist verständlich. Bitte stell Sie!“

Vor allem frage ich mich, warum ich bisher nicht durchgedreht bin. Oder bin ich durchgedreht, und all das ist nur ein Traum, den ich in einer Klinik träume?“

„Du träumst nicht,“ sagte Hedwig. „Dein Reif unterstützt Dich. Außerdem haben Herbert und ich Dir – nachdem Du den Reif angelegt hast – einige mentale Befehle übermittelt. 


Du hast die Befehle nicht wahrgenommen. Aber sie helfen Dir mit Deinen neuesten Erkenntnissen klarzukommen ohne überzuschnappen.“

Alle Welt schien mich mental zu beeinflussen.

„Diese mentalen Befehle haben aber keine Halluzinationen zum Beispiel über meine Zeitreisen zur Folge!“

„Nein!“ sagte Herbert „Du bistdurch die Zeit gereist.“

„Ich akzeptiere das erstmal! Auch das ich ein Sucher sein soll! Als solcher soll ich von den Altrasslern oder Turanern abstammen. Du bist ein Altrassler. Stammt ihr vom Planeten Turan?“

„Nein! Wir Altrassler haben uns eigentlich auf Zolfan VII entwickelt. Dorthin hatten sich einige vermögende Exzentriker aller Galaktischen Rassen zurückgezogen. Vor allem um abgeschieden zu leben.

Aus verschiedenen Verbindungen entstand eine recht groß gewachsene Rasse. Man nannte sie Riesen. Dann strandete Irene mit Menschen aus der Zukunft. Nach 1000 Jahren brach Irene wieder auf. Eine Gruppe Riesen reiste mit. Bei einer Dunkelwolke setzten sie sich ab und reiste mit der Beraterin 777.777 Jahr in die Vergangenheit.

Sie wollten wieder abgeschieden leben. Damit waren sie wahrscheinlich die erste Rasse im Universum. Oder besser gesagt wir.“

„Die Beraterin?“

„Ein Ableger von Irene!“

„Wer ist diese Irene?“

 „Ein riesiger Computer. Das Hirn eines gleichnamigen Raumschiffs. Ein kleiner Computer des Klabautermanns Krishan. Und wer weiß noch was!“

Er schwieg. Es schien, dass er nicht mehr verraten wollte – oder konnte.

„Und Ihr Hexen?“

„Wir waren die ersten, die Turan wieder verließen!“

„Wieder verließen?“

„Zumindest unsere Vorgängerinnen. Sie waren noch Turanerinnen. Trotz des Wunsches in Ruhe und Abgeschiedenheit zu leben, mussten doch einige Dinge planetenweit geregelt werden. Also wählte man eine Art Staatsoberhaupt, den man Chauvi nannte. Einige regierten zurückhaltend, andere nicht. Wie der 23. Chauvi.

Hinzu kam, dass meine Vorfahrinnen etwas umtriebig waren. Eventuell war das vom Imperium Ninoto schon gesteuert.“

„Schon wieder das Imperium Ninoto! Könnt Ihr mir mehr darüber sagen.“

„Darüber musst Du dich bei jemand anders informieren!“

„Bär nannte Euch Graue!“

Herbert antwortete: „Graue Magier. Ja so nennt man uns und wir uns inzwischen selber. In den Legenden der unwissenden Menschen der Erde werden meist Magier beschrieben, die uns Turaner sehr ähnlich sind. Aber unter den wissenden Bewohner der Erde, Terranern, Cybriden und  Spacern werden alle magisch Begabten als Magier bezeichnet. Egal ob sie magische Gegenstände benötigen wie Du oder nicht wie wir.

Als Graue bezeichnete man Magier, die Weisheit und Toleranz als höchstes Gut ansehen.“

„Und Schwarze Magier sind böse und Eure Gegner?“

Hedwig lächelte: „Gegner? Wir verfolgen unterschiedliche Ziele, haben unterschiedliche Ansichten. Böse? Das ist ein Begriff den die geflügelten Händler geprägt haben. Wir wenden ihn nur ungern an.

Mon-An und Therm sind Schwarze Magier. Frag sie, wenn Du etwas über sie wissen willst!“

„Du wirst sicher auch schon von weißen Magiern gehört haben, auch allerlei Unsinn.“ meinte Grünfinger belustigt. „Weiß sind Magier die sich noch nicht entschieden haben, ob sie sich den Grauen oder Schwarzen anschließen wollen.“

„Sind alle Magier irgendwann Graue oder Schwarze. Muss ich mich auch entscheiden!“

„Nein. Ich habe noch nie von einem Cybrid gehört, der einen der beiden Zirkel angehört.

Es gibt noch einige andere Gruppen, außerdem gibt es die so genannten Freien. Ein loser Verbund sind die so genannten Bunten.

Andere organisieren sich nur innerhalb der eigenen Rasse. Aber genug davon!“ Mehr wollten die beiden heute anscheinend nicht erzählen.

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, blicken Sie nun mehr durch. Ich war mir nicht sicher, ob ich schlauer oder verwirrter war.

Der Verlauf des weiteren Abends war dann weitgehend privat. Außer dass ich noch ein paar Zauber gelernt habe, aber das ist ja vielleicht auch privat.

Nach einem erfrischenden Schlafe und einem ausgedehnten Frühstück wollte ich einfach zeitauf reisen.

„Du kannst die Zeitmaschine in unserem Keller nehmen.“

Ich war inzwischen immer für Neues offen. Im Keller lernte ich Dorthe von Damme

 kennen. Sie begrüßte mich freudig. Als ich kurz darauf aus der Zeitmaschine in meiner eigenen Zeit landete war sie etwas reservierter. Ich fragte sie nach dem Grund.

„Deine Ermittlungen richten sich auch gegen uns Reykianer. Da kannst Du nicht erwarten, dass wir  übermäßig freundlich sind!“

 „Reykianer?“ – „Frag Loretta, Du triffst sie bald.“

Wahrscheinlich hatte ich sie schon getroffen.

Es war halb eins, als ich in der Wallvilla einigermaßen ausgeschlafen ankam.

Dort fragte ich Bär:

„Wenn ich durch die Zeit hüpfen kann, warum gehe ich nicht zur Tatzeit zum Tatort!”

„Weil Sie dort nur alles durcheinander bringen. Sie waren nicht dort als es passierte. Dieser Zeit-/Ortspunkt ist recht brisant. Sie hätten in Ihrer alten Wohnung schon beinahe Mist gebaut. Dort und dann gehen Sie nicht hin!”

Damit war die Sache erledigt, wir gingen ins Speisezimmer.

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