Versammlung

Hedwig und Grünfinger erreichte ich sofort.

Sie sagten gleich zu. Unser Klient erklärte sich auch bereit zu kommen, ebenso Clarrissa Weidenpech. Kommissar Kaufmann wollte gleich kommen. Ich machte ihm aber deutlich, dass er nicht hereinkäme.

Die Reykianer, die als nächstes auf meiner Liste standen, mussten etwas bearbeitet werden, bevor sie zusagten. Die EODisten waren nicht so gut erreichen. Die Patres erreichte ich zuerst. Sie erklärten, dass sie froh wären, wenn die Angelegenheit zu Ende ginge und kämen mit Freuden. Kurz darauf erreichte ich den General.

Bär blickte kurz von seinem Spiel auf und sagte: „Er soll seinen Fahrer mitbringen!”

Der General sagte das zu.

Ahasver sagte sein Kommen nach kurzem Zögern zu.

Mit den Symfortd-Leuten war es etwa schwieriger. Sie waren auf irgendeiner Raumstation.

Lee Nad war in einem Raumschiff im Zentrum der Milchstraße unterwegs.

Ich konnte keinen von Ihnen erreichen.

Der Gärtner erklärte kategorisch, dass er nicht käme. Er wäre auch nicht an der Raststätte gewesen. Caro hingegen käme.

Irgendwie hatte das Quartett aus dem Bürgerpark von den Einladungen erfahren. Sie meldeten sich per Computer bei mir und kündigten ihr Kommen an.

Das war der Stand, kurz vor dem Abendessen. Ich fand, ich hatte gezaubert.

Bär murmelte dennoch, dass man alles alleine machen müsse.

Nach einem opulenten Mahl warf er mit einem wütenden Seitenblick und hämmerte auf seinem Computer herum. Nach kurzer Zeit erschien aus dem Nichts eine betörende Frau.

„Hallo Doktorchen,” flötete sie „Ich bin Irene!”

„Lassen Sie sich nicht verwirren. Sie ist nur ein Computer!” sagte Bär.

„Nur ein Computer!” empörte sich Irene. „Ich bin der größte Computer, der je gebaut wurde!”

„Das ist nur zum Teil richtig!“ sagte Bär. „Wir sehen übrigen alle eine andere Illusion von Irene.“ Er wandte sich wieder Irene zu:

„Außerdem bist Du im eigentlichen Sinne nie erbaut wurden, sondern bist nach und nach entstanden. Zunächst warst Du ein kleiner Laptop, der dem Klabautermann Krishan gehörte, der auf einem Segelschiff namens Irene Mitte des 19. Jahrhunderts unterwegs war.“

„Krishan behauptete immer, er war der eigentliche Kapitän. Aber das war eigentlich ich. So entwickelte ich mich selbstständig weiter, wurde zum Bordcomputer des Raumschiffes Irene. Machte ein paar Ausflüge durch Zeit und Raum. Dabei schickte ich ein paar Leute mit einem Ableger nach Turan. Als ich dann wieder hier landete, war gerade das Pliozän. Und jetzt bin ich der größte Computer aller Zeiten! Noch Fragen“

Jede Menge, aber ich stellte sie nicht.

„Pah,” machte Bär

„Sie sind ja nur sauer, dass sie nicht an meiner Entstehung beteiligt waren!” erklärte Irene.

„Ich brauche morgen früh ein paar Leute hier. Eine gewisse Symfortd-Gruppe, Ahasver und Lee Nad. Können Sie mir helfen.”

„Ich bin Ihnen immer gern zu Diensten. Aber Sie müssen sich schon mit Sichten zufrieden geben.”

„Wenn es nicht anders geht, muss das reichen!” brummte Bär.

Irene verschwand.

Ich wandte mich an den Kobold: „Und wo bitte, wollen Sie die alle hinsetzen. Der Raum ist, selbst wenn Sie die abziehen, die nur per Sichtung hier sind, reichlich klein.”

„Das ist kein Problem!” sagte Bär mit einer Handbewegung und vergrößerte den Raum in eine Halle und „borgte” sich irgendwo ein paar blaue Stühle aus.

Das ist das Angenehme daran, wenn man in einer Detektei mit einem Kobold arbeitet. Man braucht für größere Versammlungen nicht massenweise Stühle schleppen.

Allerdings hatten anderswo, im Normal oder in einem ADPU, irgendjemand oder einige für einige Zeit ein paar Stühle weniger oder gar keine mehr. Ich hoffte, dass Sie nicht dringend benötigt wurden. Zum Beispiel, das jemand gerade darauf saß.

Später blickte ich über die Massen, die unserem erweiterten Büro versammelt waren.

Im grünen Ledersessel saß unser Klient, der einem Teil der Versammlung folgen sollte. Wenn es um magische Details ging sollte er nicht zuhören können. Ich sollte ihn ausblenden.

In der ersten Reihe saßen Kommissar Kaufmann und Staatsanwältin Weidenpech. Daneben hatte ich, gemäß Bärs Anweisungen die beiden Grauen Hedwig und Grünfinger platziert.

In der zweiten Reihe saßen die EODisten - Tres Patres und der General - und der Gefreite Kallwinkel. Er hatte wieder seine Mütze abgesetzt, sein Feuerzeug hineingelegt und mit seinen Händen bedeckt.

Ich hatte mit Pater Michael heimlich verständigt, dass er das Ausblenden Kallwinkels übernahm.

Sogan saß mit Putzi in der dritten Reihe, neben ihnen die drei Reykianer und Ahasver sowie das Quartett in drei Körpern aus dem Bürgerpark. Ahasver hatte erklärt dass er leibhaftig teilnehmen wollte.

Lee Nad war lieber nicht persönlich anwesend. Die Symfortd-Leute konnte nicht, wie sie erklärten. Sie waren wie Lee Nad per Sichtung anwesend.

„Hallo Doktorchen,“ scherzte Cliff, „wie kommt es, dass sie und Ihr Chef sowohl hier auf der Station sind als auch in der Wallvilla?“

„Wir können zaubern!“

Auf einem der Regale saßen ein Rabe und ein Schimpanse.

In der Ecke stand ein Topf. Die Katze lag im Korb. Ich ließ meinen Blick über die Versammelten gleiten, da erschien noch ein Gast aus dem Nichts: Lucia Srod. Sie brachte ihren eigenen Stuhl mit, einen Klappstuhl in der Tasche, wie ich ihn beim Pétanque-Turnier benutzt hatte. Sie zog ihn heraus, klappte ihn auf und setzte sich. Ich informierte Bär, dass alle Eingeladenen und eine nicht Eingeladene anwesend waren

Bär erschien. Als er seinen Auftritt in Szene gesetzt hatte ließ er seinen Blick über die Versammlung gleiten.

„Guten Tag,” sagte er.

„Ich habe sie eingeladen am Finale teilzunehmen.”

„Heißt dass, das Sie wissen wer der Mörder ist?” fragte Kaufmann.

„Ja,” sagte Bär.

„Dann verlange ich, mit Ihnen allein zu reden!”

„Dann werden Sie den Mörder nie fangen!” sagte Bär und offerierte eine Zigarre aus dem Magium, die Kaufmann nach zögern nahm. Sie glimmte aber noch nicht.

„Zwei Fragen waren mir bisher unklar: Wie kamen Sie alle in die Raststätte?”

Bär blickte alle an.

„Und die zweite Frage?” erkundigte sich der General.

„Es sind zwei Fragen. Lassen Sie mich präziseren werden.” Er nickte mir zu und ich blendete aus.

Kaufmanns Zigarre begann zu glimmen.

„Die erste Frage: Warum tauchten all die verschiedenen Wesen und Organisationen dort auf?

Die zweite Frage: Wie kamen Sie durch die magische Barriere? Das gilt für alle für das Opfer und den vermeintlichen Täter.” Er machte eine Handbewegung in Richtung des erstarrten Ronald Leyden.

„Beide Frage haben miteinander zu tun: Der Mord war geplant und es sollten möglichst viele potentielleTäter in der Nähe sein.

Ein dritte Frage bewegt mich auch: Woher hatte Sengler seine Informationen.

Seine Informationen waren sehr umfangreich, wie ich inzwischen erfahren habe. Sengler hatte sehr viele Informationen, die die EOD und sowie Mon-An und Therm betrafen. Er wusste auch einiges über die Grauen, die Reykianer und die Symfortd-Truppe.

Es war aber so phantastisch, dass er es nicht glauben wollte, wie seinen Aufzeichnungen zu entnehmen ist.”

Nun brach ein heilloses Durcheinander aus.

Ich verstand nur einige Satzfetzen, wie:

„Woher wissen Sie das?”

„Haben Sie die Aufzeichnungen?”

„Wo waren diese?”

Sämtliche Gruppierungen und Einzelpersonen waren in Aufregung geraten. Selbst Lee Nad und die Symfortd-Gruppe bewegten sich nervös.

Bär schaffte nach einiger Zeit wieder Ruhe.

„Ich habe sie mir beschaffen lassen,” sagte Bär mit einem Blick auf

den Topf. „Ich werde sie der Staatsanwältin übergeben.”

„Steht etwas über den Informanten darin?” fragte Pater Thomas

„Das interessiert Sie natürlich! Weil es eine EOD-Quelle ist! Leider nein! Aber der Informant hat sich verraten. Er sagte etwas, was er nicht wissen konnte!”

„Was?” fragte gleich mehrere Stimmen.

„Später! Die Art der Informationen stammte aus dem Umkreis des Generals! Vielleicht der General selber?”

Die Tres Patres sahen kritisch zum General.

Bär sah in Richtung der Tres Patres: „Wäre er in der Lage gewesen, EOD-Geheimnisse weiterzugeben?”

„Nein, ich glaube nicht. Der Ring hätte das nicht zugelassen.”

„Vielleicht Mon-An, weil er ein Geschäft witterte? Therm weil ihn sein Gewissen plagte?”

Die beiden protestierten: „Sie wollen nur einen Keil zwischen uns und der EOD treiben!”

„Ja,” seufzte der Kobold. „Das würde ich gern! Aber leider bin ich der Wahrheit verpflichtet.”

Er blickte Kallwinkel an, der mit der Mütze und dem Feuerzeug auf dem Schoß starr dasaß.

„Woher kannten sie den Namen Tres Patres?”

Kallwinkel verlor seine Starre: „Ich habe sofort gemerkt, dass ich einen Fehler gemacht hatte, als ich gegenüber Ihren Assistenten davon sprach. Ich hatte gehofft, dass es keiner merkte.”

Alle waren überrascht. Vor allem Sogan: „Er ist doch nicht magisch! Wie kann er dem Gespräch folgen?”

„Woher wissen Sie das. Sie können nur feststellen, dass Herr Kallwinkel bei seinen Tricks in Ihrer Gegenwart keine Magie anwendet. Und auch nur bei Ihnen bekannten Zaubern. Magie-Gespür haben Sie nicht. Kein Illusionist und kein Schrat hat so etwas. Altrassler und Sucher haben Magie-Gespür. In begrenztem Ausmaß Geflügelte und Gehörnte und ihre Abkömmlinge. Aber nicht Sie!

Außerdem ist er ein Ahner. Ahner sind sehr schwer auszumachen. Sie sind Abkömmlinge, die ganz wenig menschliche Gene in sich hat, dafür aber zwei oder mehrere von Spacern. Ich vermute, dass Schrate und Geflügelte zu Kallwinkels Dominanten gehören.

Kallwinkel trägt wie alle mir bekannten Ahner keinen Ring oder Reif. Er ist nur zeitweise magisch. Außerdem braucht er zwei magische Gegenstände. Seine Mütze und sein Feuerzeug. Die hatte er zur Vorsicht bei Ihnen nicht dabei.

Aber an der Raststätte hatte er Sie dabei.

Er ließ Sengler herein. Er wollte ihn umbringen.

Er hatte Sengler kennen gelernt und ihm einiges an Material verschafft.

Aber Sengler wollte immer mehr. Er erpresste Kallwinkel.

Er wollte ihn als Quelle enttarnen, wenn er nicht weiteres Material beschaffte.

In seinen magischen Momenten hatte er einiges von der Macht der EOD erfahren. Er glaubte, dass diese nicht glimpflich mit ihm umgehen würden, wenn herauskam, dass er Dinge verriet, die kein normaler Mensch wissen sollte!

Ich glaube allerdings, dass sie ihn einfach rekrutiert hätten. Ein hinterhältiger Ahner passt doch ganz gut in Ihre Reihen, nicht wahr?”

Die Tres Patres und der General protestieren lau und nicht überzeugend.

„Aber das konnte Kallwinkel nicht wissen. Als er von dem Treffen erfuhr, sorgte er dafür, dass Sengler auch davon erfuhr. Er wusste zudem genug, um auch anderen Gruppen und Organisationen Informationen zukommen zu lassen. Über Umwege erfuhren alle davon.

Als zudem noch Leyden zufällig auf die Raststätte kam, waren alle möglichen Täter da!

Und in der ganzen magischen Energie ging seine eigene unter.

Er stand an seinem Auto und schien zu schlafen.

Ein typischer Illusionisten-Trick. Er verließ seinen Körper und ging zur Brücke. Von dem Gewehr wusste er über seine „Ausflüge“ zu seinen Vorfahren Er holte aus dem Ghoyder, in dem es verwahrt. Er bewegte mittels einer Art Telekinese die Waffe und schoss. Dann begab er sich zum Wagen zurück und schlüpfte gerade so rechtzeitig in seinen Körper, dass der General nichts merkte. Er hätte es gern wieder in den Ghoyder zurückgebracht. Aber es war zuviel Magie auf der Raststätte. Er schaffte es nicht, so schleuderte er die Waffe in den Baum. Vielleicht wollte er sie später sicherstellen. Wir kamen ihm zuvor.

Keine ahnte auch nur, dass Kallwinkel magisch begabt war.

Nur ich!” In den letzten beiden Worten klang Eitelkeit mit.

„Aber Sie haben ihn noch nicht!” sagte Kallwinkel. Aber es war eine andere Stimme. Es war plötzlich eine zusätzliche Magie im Raum.

„ES!“ Es war die Stimme eines Geistes. Josef Waldner! „Ah ich wusste, dass es ich lohnen würde herzukommen. Und ich ahnte, das Du die Finger im Spiel hast. Deswegen waren wir auch auf der Raststätte. Endlich komme ich Dir auf die Spur!“

„Ah, da sind sie ja ES!“ Bär schien sich zu freuen. „Ich habe damit gerechnet, dass sie auftauchen! Sie haben das ganze in Szene gesetzt, nicht war. Sie haben Kallwinkel vorsichtig manipuliert. Zunächst habe Sie ihn gezeigt, dass er ein Ahner ist wie Sie. Dann haben sie ihn zunächst zum Verrat manipuliert, später zum morden. Warum?“

„Ich wollte diese ganzen Verschwörungen auffliegen lassen!“ Er (bzw. sein Kallwinkel-Körper) blickte sich wild im Raum um: „Ihr habt hier auf der Erde nichts zu suchen! Ihr bringt nur Verderben über uns. Ich wollte Euch rechtzeitig bremsen, vor dem Start!“

„Es ist fraglich, ob es dann überhaupt eine menschliche Zivilisation geben würde.“ wandte Strolch ein. „Sie würde es auf keinen Fall geben!“

„Hah!“

„Zumindest haben wir Dich hier!“ sagte Waldner „Und werden Deinen Treiben ein Ende setzen. Ich glaube, da werden wir alle an einen Strang ziehen!“ Er blickte sich im Raum um. Es gab aber keine prompte Reaktion. Es war zu spüren, dass vor allem die EODisten und die Schwarzmagiere zögerten. Auch Hedwig wirkte unschlüssig.“

„Hah“ machte ES wieder, „Deine Verstärkung scheint nicht sicher. Aber ich komme jetzt nicht gegen Dich an und ziehe ich mich lieber zurück. Wir seh’n uns noch Josef. Und Euch andere auch.“

Dann passierten viele Dinge gleichzeitig. Oder zumindest fast gleichzeitig.

Cäsar Bär, Paul Tank sowie Madame Paula und Caro streiten noch heute mit mir und untereinander, wer zuerst aktiv war.

Ich behaupte, und habe natürlich Recht, dass ich zuerst meine Anti-Magie gegen Kallwinkel eingesetzt habe, ohne die die anderen nicht hätten tätig werden können.

Bär behauptet, er habe die Uniformmütze und das Feuerzug, Kallwinkels magische Gegenstände, ins Magium geschleudert, bevor auch nur jemand aktiv werden konnte.

Paul sagte, dass er als er aus seinem Topf erschien und als vampirähnliche Gestalt vor Kallwinkel auftauchte, diesen außer Gefecht gesetzt hatte.

Caro, Fanio und Madame Paula hatten zwar den wirkungsvollsten Auftritt, indem sie sich in Windeseile neben dem Übeltäter begaben, ihre teuflische Gestalt annahmen und ihn festhielten.

Grünfinger und Waldner, die den Streit hätte entscheiden können, erklärten diplomatisch, dass sei alles so schnell gegangen. Wahrscheinlich sei alles gleichzeitig passiert. Sie behaupteten sich auch nicht eingemischt zu haben. Aber so sind sie die alten Zauberer und die Geister.

Im Übrigen mischte sich Fanio überhaupt nicht ein. Ganz der englische Butler.

„Und was mache ich?” fragte Kaufmann und zog an der glimmenden Zigarre.

„Sie ärgern darüber, dass das Bundeskriminalamt Ihnen erst jetzt mitteilt, dass Bekennerbriefe aus der Terroristenszene schon länger  dem BKA vorliegen. Die Infos treffen gerade auch Ihrer Dienststelle ein“ sagte Lucia Srod

„Und morgen wird zu erfahren sein, dass ein Kontaktmann der Terrorszene, ein gewisser Kallwinkel untergetaucht ist und sich der RAF angeschlossen hat. Ich bringe Kallwinkel jetzt zu Irene!“

Clarrissa sprang auf. „Ich komme mit.“

Jeder legte eine Hand auf Kallwinkels Schulter. Dann verschwanden sie gemeinsam.

„Und woher kommen diese Briefe plötzlich!” fauchte Kaufmann beim Verschwinden der drei.

„Na ja, sie lagen wahrscheinlich gut versteckt in einem Schreibtisch eines Beamten der im Urlaub war.” meinte Bär lakonisch

„Und Sie haben die Briefe dort versteckt!”

„Ich? Kann ich durch die Zeit reisen?”

Kaufmann blickte mich wütend an.

„Ich war es auch nicht. Großes Ehrenwort!”

Kaufmann blickte Paul Tank an, der noch immer als Vampir herumstand.

Dieser verwandelte sich in einen Frosch und sagte zu Kaufmann:

„Küss mich, ich bin eine verzauberte Prinzessin!”

Kaufmann warf seine Zigarre in Richtung Papierkorb und wollte den Raum verlassen.

„Halt,“ rief Bär „Sie haben noch was zu erklären!“ Er blickte zu unserem Klienten telepathierte mir zu, dass ich meinen Zauber aufheben sollte. Ich suggerierte ihm zudem aus dem Stegreif eine kleine Ersatzhandlung.

Kaufmann knurrte: „Gegen Sie wird nicht mehr verhandelt.“ Und verschwand.

Leyden erhob sich und sagte: „Danke!“ Es war einiges durcheinander in seinem Gehirn. Er verließ uns ebenfalls.

Die Reykianer erhoben sich. „Zum einen danken wir Ihnen auch. Allerdings ist Leyden etwas durcheinander. Die Ersatzstory ist etwas lückenhaft.“

„Ich kann mich mit Ihm noch mal treffen und die Lücken füllen!“ bot ich an.

„Nein lieber nicht. Er wird es sicher schnell verdrängen. Wir behalten ihn eh im Auge!“

Sie verabschiedeten sich. Die EODisten und die Schwarzmagiere schlossen sich wortlos an. Lee Nad und die Symfortd-Gruppe sichteten sich aus. Ahasver verschwand.

Auch die Grauen und das Bürgerpark-Trio plus Geist wollten sich verabschieden.

„Wartet,“ sagte Bär schneidend. „Zumindest Hedwig und Waldner.“

„Ich würde dann auch gern bleiben,“ sagte Grünfinger. Auch Oethapap und Strolch schienen bleiben zu wollen.

Bär wandte sich an Riski Lopp  oder besser an Waldner: „Sie sind nicht unschuldig, Waldner oder?“

„Das können Sie nicht beweisen!“

„Will ich zurzeit auch nicht. Ich habe dazu auch keinen Auftrag. Sie wollten ES! Darum haben Sie ebenfalls Kallwinkel manipuliert.“

„Hmh!“

„Und Du hättest Waldner nur unterstützen brauchen, dann hätte ES gestellt werden können!“

„Dann wäre aber wahrscheinlich auch Josef verschwunden.“ Sie wandte sich ebenfalls an Waldner: „Die Aufgabe, die Du noch erledigen willst ist die Rache an ES, oder?“

„Ja, er hat nach Hollands Schicht entscheidend daran mitgewirkt, dass ich im Bruch umkam. Ich weiß nicht ob er mich töten wollte oder ob er mit der „Goldenen Kugel“ Unheil anstiften wollte. Er hat mich bzw. meinen Körper getötet. Meine Rache hält mich als Geist lebendig.“

Hedwig nickte: „Und als Geist hätte ich Dich gern noch eine Weile!“

Sie wandte sich an Grünfinger: „Sorry! Aber ich liebe Euch beide.“

Dann sah sie Bär an: „Dir reicht als Täter Kallwinkel?“

„Mir schon. Hoffentlich auch Irene und Weidenpech!“

Dass Bergwerk, in dem Kallwinkel arbeitet, wird von Zwergen beaufsichtigt und liegt in der Pyramide der Irene. Solange keine magischen Dinge in seine Nähe kommen, sollte er für den Rest der Menschheit keine Gefahr darstellen.

Es sei denn, dem Autor dieser Geschichte überfällt die Idee, einen rachsüchtigen Kallwinkel mit Hilfe von ES auf die Menschheit loszulassen.

Aber diese Idee ist höchstens in Ansätzen vorhanden.

Lässt sich aber ausgestalten.