Zigarre

Nach meinen Abenteuern in der Zukunft sehnte ich am Donnerstagnachmittag ein wenig nach Ruhe, die mir allerdings nicht vergönnt war.

Wir hatten Besuch als ich kurz nach 16.00 Uhr ins Büro kam.

Im grünen Ledersessel saß die bezaubernde Staatsanwältin Clarrissa Weidenpech

Auf einen der blauen Stühle saß Kommissar Kaufmann und maulte.

Die Staatsanwältin schien eine Art Puffer zwischen dem Polizisten und dem Privatdetektiv zu sein. Der Kommissar bestand darauf, alle Ergebnisse unserer Ermittlungen zu erfahren. Bär weigerte sich entschieden.

„Sie sollten eine Zigarre rauchen, um sich zu beruhigen. Haben Sie eine Zigarre, Herr Bär?” fragte die Staatsanwältin.

„Nein!” brüllten Bär und Kaufmann in seltener Einigkeit.

„Doch!” Die Stimme der Blenderin war nicht laut, aber sehr nachdrücklich.

Bär zuckte resigniert mit den Schultern, öffnete eine Schublade seines Schreibtisches und holte eine eingepackte Zigarre hervor.

Bevor er die Zigarre überreichte zog er sie allerdings durch das Magium.

Kaufmann nahm die Zigarre widerstrebend, packte sie aus und zündete sie an. Mit Kaufmann ging eine Veränderung vor. Die Veränderung war nicht körperlich, sondern geistig, besser gesagt magisch.

Kaufmann beherrscht Magie nur, wenn er eine von Bärs Zigarren raucht. Das macht er nur sehr ungern. Trolle und Barbaren sind Magie gegenüber sehr, sehr skeptisch.

Die Zigarre wird mit Genehmigung des Rauchers fotografiert und 2019 eingestellt
Die Zigarre wird mit Genehmigung des Rauchers fotografiert und 2019 eingestellt

„Also gut, berichten Sie!” sagte Kaufmann

Was wir taten. Ich bezog, dazu von Bär aufgefordert, meine neuesten Erlebnisse mit ein.

Als wir unseren Bericht beendet hatten, grunzte der Barbar: „Sie meinen die Tat wurde auf magische Art begangen. Sind sie sicher!”

„Ja!” kam es energisch vom Computerregal. Porbars und Achille standen dort mit den Armen in die Hüften gestemmt.

„Zweifeln sie meine wissenschaftlichen Erkenntnisse etwa ab, Barbar?” fragte Porbars.

„Gebrauchen sie Ihre kleinen grauen Zellen, wenn in Ihren Gehirn welche sind!” forderte Achille.

Kaufmann blieb überraschend friedlich. „Und - wie bitte - soll ich den Fall zu einem befriedigen Abschluss bringen? Magie! Wie soll ich das einem Richter erklären?”

„Wir werden eine Lösung finden!” erklärte die Blenderin.

Die Zigarre war bis auf einem Stumpen aufgeraucht. Kaufmann warf sie mit einem Schwung in einen Papierkorb und verfehlte ihn.

Seine Magie war weitgehend verraucht. Mit meiner Magie hinderte ich die Zigarre am weiterglimmen, damit kein Brand entstand.

Barbaren, besonders Kaufmann, können ihre magischen Erfahrungen gut unterdrücken. Sie erinnern sich kaum an das Erlebte. Kaufmann bestreitet in seinen nichtmagischen Phasen die Existenz von Magie. Aber irgendwie kann er trotzdem das während der magischen Phasen Erfahrene verwerten.

Kaufmann sprang auf und verließ die Villa, die Blenderin folgte ihm.

Bär sah grimmig auf den Zigarrenrest. Dann sah er mich an. Ich blickte in die Luft.

Als Bär merkte, dass ich nicht gewillt war die Kippe aufzuheben, beförderte er sie ins Magium.

„Sagte Lee Nad, Sie hätten Ihm etwas durch das Magium an den

Kopf geworfen, das schon sie bereits schon mal durch Magium gezogen

haben?“

Er funkelte mich an.

„Sie meinen … Verdammter Bulle! Verdammter Barbar!“

Er schimpfte noch eine Weile vor sich hin.

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