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Erik Ambler: Nachruf auf einen Spion

Impressum des iBooks (gekürzt) 

Originalausgabe Epitaph for a Spy 1938, Hoden & Stougthon, London.

Auf deutsch erstmals 1963 Fischer Verlag Frankfurt / Main.

Copyright  © 

  • © 1938 by Erik Ambler
  • © 2018 Deutschsprachige Ausgabe by Hoffmann und Campe, Hamburg
  • © 1979, 2002  deutsche Übersetzung / Diogenes Zürich

Aus dem Englischen von Mathias Fienbruck

Der Roman spielt im Hôtel de la Réserve in dem einem kleinen Ort namens St. Gatien in Frankreich. Da ich den Ort im Netz nicht gefunden habe gehe ich davon aus, dass Ambler ihn erfunden hat. Der Ort soll an der Eisenbahnlinie Toulon nach La Ciotat direkt am Meer liegen. La Ciotat ist jedem Pétanque-Spieler bekannt, da dort 1907 Pétanque erfunden wurde (siehe Pétanque – das erste Spiel)

St. Gatien liegt aber näher an Toulon, den Josef Vadassy – der tragische Held des Romans – fuhr mit dem Bus von Toulon nach St. Gatien. 

Josef Vadassy ist in Szabadka / Ungarn (bzw. in der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn) geboren. Nach dem Vertrag von Trianon (siehe Wikipedia / siehe Erik Ambler: Wiederkehrende Namen, Begriffe etc.) fiel Szabadka an Jugoslawien (gem. Wikipedia an das  Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen). Vadassy ließ sich 1922 einen jugoslawischen ausstellen, um in Budapest zu studieren. Da Mitglieder seiner Familie wegen „einer politischen Sache“ erschossen wurde, kehrte er nicht nach Jugoslawien zurück, sondern zunächst nach England. Dort wurde sein Pass nicht verlängert, da er keine Jugoslawe mehr war. Nun war er staatenlos. In Frankreich wurde er geduldet. In Paris erhielt er eine Anstellung als Lehrer.

Vadassy ist Hobbyfotograf und hat eine Zeiss Kontax. Er nahm aus künstlerischen Gründen eine Eidechse mehrfach auf. Er gab den Film in der Dorfdrogerie zum Entwickeln ab. Als er die Fotos abholen will, wird er verhaftet. Außer der Eidechse sind Bildes auf den die Verteidigungsanlagen von Toulon zu sehen sind. Nun wird er der Spionage für Italien verdächtigt,

Wie sich herausstellt, wurde die Kamera vertauscht. Vadassy wird von Monsieur Beghin von der Sûreté Générale genötigt ins Hôtel de la Réserve zurückzukehren, um festzustellen wer von den Gästen oder dem Personal eine Zeiss Kontax hat.

Da Vadassy sich nicht genau an den Auftrag hält, verwickelt er sich in Schwierigkeiten.

Im Hôtel de la Réserve ist ein illustrer Kreise von internationalen Gästen.

Der Roman ist spannend und amüsant.

Um es mit Nero Wolfe: Sehr zufriedenstellend.