Heeresbekleidungsamt bzw. Bekleidungsamt des Reichsarbeitsdienstes Braunschweig

Ich bin auf das Bekleidungsamt bei „Wulfgramm, Christopher: Die Braunschweigische Landes-Eisenbahn (siehe Quellen Braunschweiger Bahnhöfe...)  gestoßen. Ich habe in meinem Projekt „ Braunschweiger Bahnhöfe, Bahnhofspläne, Haltepunkte, Ringgleis etc..“ den Abschnitt „Ladestellen Madamenweg und Broitzemer Straße“ bearbeitet.

Ich fand Wulfgramm folgende Information:

  • „Eröffnung Gleisanschluss 1935 Gabelsberger Straße 19.
    • Heeresbekleidungsamt“

Leider kann ich zurzeit nur das folgenden Bild veröffentlichen. Für andere Bilder liegen mir keine Informationen über die Quellen und die Nutzungsrechte vor.

Einige finden sich unter der LINKS

Bibliothek der HBK, umgesetzter Pavillon Mexikos auf der Expo 2000
Bibliothek der HBK, umgesetzter Pavillon Mexikos auf der Expo 2000

Ich habe dann im Netz zu diesem Begriff geforscht und bin auf das  Heeresbekleidungsamt Bernau gestoßen, das

"von 1939 bis 1942 erbaut und zwischen 1941 und 1945 von der Wehrmacht zur Herstellung und Lagerung von Uniformen und Armeezubehör genutzt" wurde"  (Wikipedia). 

Ich vermutete ähnliches in Braunschweig.

Bei der Facebook-Gruppe Braunschweig im Wandel der Zeit habe ich Heeresbekleidungsamt zunächst nichts gefunden 

Ich bekam den Hinweis auf folgenden Eintrag

https://www.facebook.com/photo?fbid=231006737461549&set=gm.1648430838568690

Dort fand ich u. a. die folgenden Infos

  • "Das Bekleidungsamt "wurde 1934-35 nach Plänen vom Architekten Reichow für den Reichsarbeitsdienst gebaut, zu dem jeder Jugendliche ab 18 für 6 Monate eingezogen werden konnte. Nach dem Krieg konnte man bei Bedarf mit einem Bezugsschein Kleidung bekommen"
  • ein Bild und einen Plan.
  • "Nach den Adressbüchern von Braunschweig war hier von 1937 bis 1940 das "Reichsbekleidungsamt des Arbeitsdienst" und von 1941 bis zum Kriegsende das "Heeresbekleidungsamt" untergebracht.

Danke für die Hinweise!!!!

 

Nachfolger des  Bekleidungsamts ist die HBK, siehe ""Bekleidungsamt des Reichsarbeitsdienstes" auf Vernetztes Gedächtnis

Dort fand ich hier auch folgendes:

"Bekleidungsamt des Reichsarbeitsdienstes

Architektur/Gestaltung des Gebäudes

In seiner architektonischen Beschaffenheit war das Gebäude am Pippelweg noch weitgehend der Neuen Sachlichkeit der zwanziger Jahre verpflichtet und wich auch in seiner Eisenbeton-Skelettbauweise von den NS-Staatsbauten ab. Die Anlage bestand aus einem viergeschossigen Lager- und einem eingeschossigen Verwaltungsgebäude. Sgraffiti des Braunschweiger Malers Karl Sommer (1935/36) an der Außenwand des Gebäudes sowie die Aufzugs- und Treppenhausvorbauten mit bildhauerisch gestalteten Symbolen nahmen Vorgaben des Reichspropagandaministeriums für die nationalsozialistische Kunst auf. 

 

Übrigens ist auf vernetztes-gedaechtnis.de noch mehr wissenswertes zu finden