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zum Bild oben siehe Hintergrundbild

Braunschweiger Bruch, Bruchstraße, Lange Brücke

Aufgrund der Recherchen, die ich zum Roman Die Goldene Kugel gemacht habe ich mich entschlossen auch unter Braunschweig Historisches eine Seite über den Braunschweiger Bruch hinzufügen.

Ich werde hier auch Abschnitte zur Bruchstraße und zur Langen Brücke einfügen.

Verwendete Literatur

  • Wolfgang Ernst: Braunschweigs Unterwelt Band 3, Bruchgraben, Münzgraben und Wendengraben im Wandel der Zeit Braunschweig 2017) / Im Text Ernst: Bruchgraben
  • Wolfgang  Gülzow / Wilfried Schnitzer: Die Bruchstraße - Traditionsinsel im Abseits, Braunschweig 1986 im Text Gülzow / Schnitzer: Bruchstraße
  • Heinrich Meier Die Strassennamen der Stadt Braunschweig 1904 / Im Text Meier: Straßenamen. (Die Zitate habe ich bei archive.org Meier... entnommen)
  • Herzogliches Konsistorium: Verzeichnis der Schulen und sonstigen Bildungsanstalten des Herzogtums Braunschweig. Verlag von Hellmuth Wollermann.  1906 / Im Text Herz. Schulverzeichnis

Braunschweiger Bruch

Im 15. Jahrhundert wurde der Bruch  "durch Entwässern und Aufschütten befestigt und es entstand eine durch drei Brücken erreichbare ziemlich verwinkelte unübersichtliche Siedlung. Eine dieser Straßen wurde, weil direkt am Okerarm gelegen, Wasserseite genannt...

Nach der Zuschüttung des Okerarmes an der mit schlechtem Ruf behafteten Wasserseite wurde diese 1858 umbenannt in Bruchstraße und die neu entstandene Straße auf dem Okerarm ist jetzt die Friedrich-Wilhelm-Straße." (zitiert aus: Verstecktes:Die Bruchstraße in Braunschweig) 

Ich war früher der Ansicht, dass der Bruch den heutigen Bürgerpark einschloss, neuere Recherchen habe mit eines besseren belehrt. Ich habe eben eine Stelle in Alles Illusion / Im Mittelalter entdeckt, die ich korrigieren musste. Es können auf dieser Website noch irgendwo diese Fehler stehen. Sorry. 

Unterhalb des Bruchs sind auf der Karte rechts Oberarme und Gewässer zu sehen.

Auch das Kloster Cyriakus ist eingezeichnet.

Auch die Fischteiche des Rates sind zu sehen.

Wolfgang Ernst, Braunschweigs Unterwelt Bruchgraben, Münzgraben und Wendengraben im Wandel der Zeit Braunschweig 2017,
Wolfgang Ernst, Braunschweigs Unterwelt Bruchgraben, Münzgraben und Wendengraben im Wandel der Zeit Braunschweig 2017,

Der o. a. Buchdeckel stammt aus archive.org

Diese Karte ist ein Ausschnitt der Karte "Braunschweig um 1400.jpg" von Von Brunswyk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16442891
Diese Karte ist ein Ausschnitt der Karte "Braunschweig um 1400.jpg" von Von Brunswyk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16442891

In Ernst: Bruchgraben ist auf Seite 15 eine farbige Karte, die denselben Bereich zeigt wie die Karte oben.

Die Karte zeigt das Bruchgebiet, eine sumpfige Insel, "die nahezu die Gestalt eines Dreiecks" hatte. (vgl.Ernst: Bruchgraben, Seite 15)

Die eingezeichneten Straßen auf der o.a. Karte werden 

  • Brokwech bzw. Leopoldstraße (östliche Straße)
  • Wallstraße (südliche Straße)
  • Bruchstraße 

genannt."

Die Bruchstraße hieß laut Verstecktes: Die Bruchstraße in Braunschweig bis 1858 Wasserseite. 

Bei Meier Strassennamen Seite 30 findet sich dazu folgendes: (siehe LINK)

 „Damals unterschied man fünf Seiten: die alte Rathausseite (301—29), Wallseite (330 — 35 und 405—21), Stockhausseite (3 36—39 und 389—404), Logenseite (340—58) und Wasserseite (359—88).


Weshalb die Ostseite der jetzigen Leopoldstrasse „alte Fiathausseite“ hiess, ist nicht klar, denn wenn auch der Rat im 15. Jahrhundert dort ein Haus (wahrscheinlich 403) besessen hat und ein zweites (319) als städtisches in den Grundbüchern verzeichnet ist, so wäre dennoch die Bezeichnung des einen oder andern als „altes Rathaus“ zu ungewöhnlich, um glaubhaft zu sein. Ebenso ist die Bezeichnung der Nordseite der jetzigen Wallstrasse als „Stockhausseite“ nicht verständlich, denn das Stockhaus (410) lag auf deren Südseite. 1844 fing man an, nur 3 Seiten zu unterscheiden: Logenseite, Wallseite und Wasserseite, die den drei Strassen entsprechen. 1845 wurde die Leopoldstrasse ... vom Bruche förmlich ausgeschieden, der nun bis 1857 nur 2 Seiten enthielt bis 1858 die Namen Wallstrasse und Bruchstrasse aufkamen“  Meier: Strassennamen S. 30


Münzgraben

Im Hintergrund das Stadtbad
Im Hintergrund das Stadtbad
Lessingplatz 2018
Lessingplatz 2018

Der östliche Graben, der auf der Zeichnung oben vom Wassertor (unten) zum Bruchtor (oben) führt, ist der Münzgraben. Er benennt als den oberen Endpunkt mit Lange Brücke. (siehe Abschnitt Lange Brücke unten).

„Der Münzgraben beginnt als Abzweigung von östlichen Okerumflutgraben vor dem 1863/1864 errichteten Wasserwerk am Bürgerpark.“ (Zitat Ernst Bruchgraben, S. 34) Das Wasserwerk war von 1971 bis 2002 das Freizeit- und Bildungszentrum Bürgerpark. Seit 2013 ist es ein Hotel. (vgl. Wikipedia

 „Vor Baubeginn des Stadtbads wurde Münzgraben 1927...  bis zum Lessingplatz auf einer Strecke von 180 Metern verdolt.“ (Zitat: Ernst: Bruchgraben, S. 37) 

Als offener Flusslauf gelangte der Graben bis zum Gänsewinkel, dem heutigen Lessingplatz“ (Zitat: Ernst: Bruchgraben, S. 34).

Auf Ernst: Bruchgraben, S.35 ist ein Plan von 1918 der Hollands Garten im Dreieck Münzgraben / östlicher Umflutgraben / Lessingplatz – Augustorwall zeigt.

Im nördlichen Bereich von Hollands Garten sind heute die Villa Salve Hospesund Villa Hörstel (heute städt. Musikschule), ob das Freibad Bürgerpark auch im Hollands Garten liegt, konnte ich nicht verifizieren.

1823 / 24 wurde am Gänsewinkel „die erste eiserne Brücke in Braunschweig nach Plänen von Peter Josef Krahe über den Münzgraben errichtet.“  (Zitat:Ernst: Bruchgraben, S. 34).

siehe dazu

„Der Münzgraben wurde (ab 1871) in sieben Bauabschnitten kanalisiert“ (Zitat Ernst: Bruchgraben, S. 33.)  

 


Bis Ende des 19. Jahrhundert floss der Münzgraben von der nördlichen Grundstückgrenze des ehemalige Herzoglichen Seminars bis zur südlichen Grundstückgrenze der Städtischen Bürgerschule (Leopoldstraße 5) offen. An dieser Stelle zweigte ebenfalls offen der Wendemühlengraben. Beide Gräben wurden 1958 verrohrt. (vgl. Ernst: Bruchgraben, S 42).

Auf dem Gelände des Herzoglichen Seminar war von 1923 die Lessingschule, ab 2008 eine Außenstelle des Gymnasium Kleine Burg

In Braunschweiger Schulen habe ich folgende Pädagogische Einrichtungen in der Leopoldstraße  gefunden.

  1. Zweite untere Bürgerschule in Braunschweig. (12 Kl. Leopoldstraße 5.) (S.62)
    1. Geschichte: Die Schule wurde im Jahre 1830 unter der Regierung des Herzogs Karl 11. als Armen- und Freischule gegründet. Ein später gebautes Mädchenhaus stammt aus dem Jahre 1856. (S. 62)
  1. Pädagogisches Seminar in Braunschweig. (S.10)
  2. Herzogliches Lehrer-Seminar in Braunschweig. (S. 11)
  1. „Geschichte: Das Lehrerseminar ist hervorgegangen aus dem 1751 gegründeten Waisenhausseminar. aus dem 1801 ins Lehen gerufenen Garnisonschulseminar und der 1860 eingerichteten städtischen Präparandenanstalt, die Ostern 1877 vom Staate übernommen  und zu einer sechsklassigen Lehrerbildungsanstalt erweitert wurde. Die Unterrichtsräume befanden sich seit 1860 in der Bürgerschule an der Wilhelmstraße, seit 1877 Hintern Brüdern 32, seit Michaelis 1867 Leopoldstraße 20. Das neue Seminargebäude wurde im Oktober 1894 bezogen. Seit 1903 sind zwei Parallelklassen (Kl. Vlb und Vb) in dem früheren Amtsgerichtsgebäude untergebracht. (S 12.)“
  1. Einklassige Seminar-(Übungs-)Schule. (Leopoldstraße 20.) (S. 53)
  2. Höhere Lehranstalt des +Dr. phil. Hermann Jahn in Braunschweig. Berechtigte lateinlose Realschule. Früher Günthersches Institut. (10 Kl. Leopoldstraße 13.) (Seite 26)

 

Eine Kartenausschnitt von 1885 auf Seite 42 Ernst: Bruchgraben zeigt, dass der Wendenmühlengraben offen bis zur Straße Hinter Liebfrauen führt. Der Münzgraben ist ab der Städtischen Bürgerschule verrohrt.

Auf einen Planausschnitt auf Seite 47 Ernst: Bruchgraben ist etwa an derselben Stelle der Bürgerschule eine Armenschule eingezeichnet. (siehe oben 1.1)

Unmittelbar hinter der Schule fließt der Bruchgraben in den Münzgraben. Beide unterqueren die Lange Brücke (siehe Abschnitt Lange Brücke unten)

Hinter der Lange Brücke ist ein großes Wasserbecken eingezeichnet. Ob hier ein Hafen war wird von Ernst bezweifelt.

Da der Münzgraben den Bruch verlässt, wird auf die Beschreibung des weiteren Lauf bis zur Einmündung in den Burgmühlengraben hier verzichtet. 

Siehe dazu:

Bruchgraben

Der Westliche Graben auf der Zeichnung ist der Bruchgraben. Er führt von einer Wasserfläche, an der später Friedrich-Wilhelm-Platz entsteht zum Bruchtor. 

Wo zwischen dem Kalenwalle  und dem Bruchwalle ehemals die Oker in breitem Strome hindurchfloss, um sich dann in zwei Arme zu teilen, welche die Damminsel bildeten, ist nunmehr dieser (Friedrich-Wilhelm-)Platz entstanden. Die Notwendigkeit solcher Umgestaltung hatte sich bald nach Erbauung des Bahnhofes herausgestellt; aber erst in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts ist diese notwendige Verbesserung des Einganges in die Stadt zu Stande gekommen.“ Meier Straßennamen S. 42.

Der Bruchgraben fließt an der Langen Brücke mit dem Münzgraben zusammen. (vgl. Ernst Bruchgraben, S. 15)

Auf der farbigen Zeichnung steht der Name Dusterburg über Friedrich-Wilhelm-Platz.

Zu Dusterburg habe ich mit Hilfe der Facebook-Gruppe "Braunschweig im Wandel der Zeit" folgendes gefunden:

„Auf dieser lag längs dem zwischen ihr und der Wasserseite des Bruches fliessenden Okerarme eine Mauer, gewissermassen die Fortsetzung der auf dem linken Ufer des westlichen Hauptarmes an das Bruchtor sich anschliessenden Stadtmauer, die man abermals durch eine torartige Öffnung passieren musste, um zu der zweiten Brücke zu gelangen, die den Bruch da erreichte, wo Wallseite und Wasserseite Zusammentreffen. Die Torpassage auf der Damminsel wurde durch einen Turm flankiert, der die Dusterburg hiess, wie eine Aufzeichnung von 1457 ergibt, nach welcher der Rat der Altstadt den schmalen Streifen zwischen der Mauer auf der Damminsel und dem die Wasserseite des Bruches begrenzenden Flussarme als Gartenland vergab. Es heisst darin: ein blek an der stadmuren over der oveker tigen dem broke, unde gheit an by der brugge, de is by dem torne geheten de dusterborch unde voente by dem negesten torne to dem langen torne wort 1 ).“ Zitat aus Meier: Straßenamen, S30  (siehe Link)

Der Bruchgraben war ursprünglich als Mauergraben vor der Stadtmauer der Altstadt“ (Zitat aus Ernst: Bruchgraben Seite 16"

"Der Bruchgraben zweigt in Höhe des ehemaligen Hotels „Monopol“, Friedrich-Wilhelm-Platz 4 vom Bruchmühlengraben ab...

Unten im Schacht wird der Baubeginn der Kanalisierung im Schacht des Burgmühlengrabens durch die eingemeißelte Jahreszahl 1876 dokumentiert“ (Zitat aus Ernst: Bruchgraben, S. 15)

 

"Der Graben erreicht nach Unterquerung des Friedrich-Wilhelm-Platz 6 mit einem Schutzgewölbe (früher Cafe Voigt) die Wallstraße." (Zitat aus Bruchgraben, Münzgraben und Wendengraben im Wandel der Zeit“ Seite 18)

Der Kanal verlässt den Bruch bei der Einmündung der Bruchstraße in die Friedrich-Wilhelm-Straße. 

Von Daria-bs - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43850602-
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Middelste Ride.

Durch den Bruch schlängelte sich die middelste Ride die als Entwässerungsgraben diente und nach Trockenlegung des Bruchgebiets zugeschüttet wurde (vgl.Ernst Bruchgraben, S 15f)

Riede bzw. Ride ist die Bezeichnung für einen kleine Wasserlauf oder Bach. (vgl. Wikipedia)

Der Bruch zur Zeit von Ludeken Hollands Schicht

Wie im Schichtbuch von Herrmann Bothen spielt der Bruch eine bedeutende Rolle. Der Ratsherr Ludeken Breyer traute dem  Ergebnis einer Anhörung nicht recht sondern „war eines Überfall gewärtig, mit Verstrickung oder noch härterer Gewalt. Des selbigen Abend, als es Dunkel geworden war, ging er mit seinem ältesten Sohne auf den Bruch, zu des Raths Fischer daselbst ließen sich übe das Eis bringen und entkamen ohne Gefährde in dieser Nacht.“ (zitiert aus: Herrmann Bothen / Ludwig Hänselmann, Das Schichtbuch, Braunschweig 1886, S 121).

Ich habe irgendwo gelesen, dass der Bruch nicht nur Ratsherren sondern unter anderen auch Verbrecher den Bruch nutzten, um die Stadt zu verlassen.


"Der Bruch bot nämlich durch seine Wasserverbindungen eine günstige Gelegenheit zum Entweichen aus der Stadt. Hiervon machte schon 1488 der durch Ludeken Holland bedrohte Bürgermeister Ludeke Breier Gebrauch unde gingk uppe dai brouk to des Rades vischer, de brachte one over dat ys, unde kam to Woldenberge unde vort bet to Hildessem. Ebenso heisst es 1513 von dem damals verfolgten Bürgermeister Gherke Pawel im Schichtbuche: do ghingk he na dem brouke, unde vor over myt eynem schepe tmde kam to Hildessem. Diese nun später auch von verfolgten Verbrechern benutzte Gelegenheit veranlasste den Rat 1596 dazu, das Verschliessen der Bruchtore abends 8 Uhr einzuschärfen und die Winkelkneipen aufzuheben." Meier Straßenamen S 29

Der Bruch zur Zeit Napoleons

Irgendwo - Irgendwann habe ich mal gelesen, dass in Berichten aus Braunschweig die Prostitution im Bruchgebiet erwähnt wurde. Das finde ich leider aktuell nicht. Vielleicht ist aber als Fake enttarnt.

Allerdings gab es während der napoleonischen Besatzung Braunschweigs 1812 ein „Reglement in Betreff der Bordels und Freudenmädchen“ (Vgl: Gülzow / Schnitzer: Bruchstraße)

Die Lange Brücke

Die Lange Brücke verband die Weichbilder Altstadt und Altewiek.  Nach Ernst wurde sie in den Chroniken schon „um 1200 und im Stiftungsdokument Hospitals Beate Mariae Virginis des Waisenhauses 1245 erwähnt“ (Zitat: Ernst Bruchgraben, S. 59). Laut Wikipedia erwähnt die Braunschweigische Reimchronik Ende des 13. Jahrhundert als Schauplatz einer erfolglosen Belagerung Braunschweigs 1200 durch den Stauferkönig Philipp von Schwaben.

Die Brücke wird häufig als Verbindung zwischen Kattreppeln und Hinter Liebfrauen erwähnt.

Heinrich Meier erklärt aber, dass Kattreppeln in den Stadtbüchern bis 1611 nie genannt wird.

"Auf den Stadtplänen führe sie zwar 1606 „Katerpohl“ 1671 „imKatt- Reppel“, 1758 „Kattreppeln“, aber in der Stadtbüchern erst 1611 „Im Katreppel“.

In den Stadtbüchern würde sie sunte Johannese, vor der langen brughe oder vor der langen brugge by sunte Johannese

Urkundlich würde der Name longus pons, jeghen sinte Johannesse over, Korten brughe tygen sunte Johannese und vor der langhen brughe benutzt.

Der Namen Kattreppeln sei ein Flurname, der Katzenbalgen bedeute.“

Vgl. Heinrich Meier : Die Strassennamen der Stadt S. 56 ff Link  

Die Lange Brücke wurde 1200 als Holzbrücke gebaut und 1398 durch eine weitere Holzbrücke ersetzt. 1480 wurde sie durch eine massive Steinbrücke ersetzt. 1789-91 wurde eine neue Steinbrücke gebaut. Sie erhielt ein Gusseisengeländer. Die Brücke nach der Verdolung der Okergräben wurde die Lange Brücke 1879 abgtragen. Die Steinquader wurden auf einen Lagerplatz auf der Masch gelagert und  1889 für die Wenderingbrücke verwendet. (vgl. Ernst Bruchgraben, S. 63)

Die Bruchstraße

"Die Bruchstraße in Braunschweig mit ihren Koberfenstern in historischen Fachwerkhäusern ist das Zentrum des Rotlichtviertels der zweitgrößten Stadt Niedersachsens.

An beiden Straßenenden befinden sich eiserne Tore, von denen das eine (zur Wallstraße hin) zumeist offen steht, während das andere (zur Friedrich-Wilhelm-Straße hin) um einen Winkel herum ständig einen kleinen Durchlass lässt." Wikipedia

Die Bruchstraße aus Richtung Wallstraße

 Von User:Mattes - Eigenes Werk,Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1020451
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Wir schon hier erwähnt, hieß die Bruchstraße ursprünglich Wallstraße

Ab 1441 wurden hier Gärten angelegt, 1491 ein Haus mit Garten (vgl. Meier Straßenamen S. 26)

Noch im 18. Jahrhundert hatten die v. Walbke, Vechelde, Adenstädt, Kahn, Damm und v. d. Broke hier ihre Gärten, und die Buden, auch auf der jetzigen Bruchstrasse, waren im Besitze von ehrsamen Fischern, Lohgerbern, Gärtnern u. s. w. (vgl. Meier Straßenamen S. 29.

Im Jahr 1802 ist aber auch schon einem Herrn Vasel nachgewiesen wurden, dass er eine „Hurenwirtschaft betrieb. Er musste binnen acht Tagen die Stadt verlassen. Vgl.Gülzow / Schnitzer: Bruchstraße s. 14 ff