Freya und Donar

Loki aber kam von weit her und sprach: „Seht, da kommt der eine Gott mit seinem Sohn und mit einem Fürsten der Unterwelt. Er will uns vertreiben von der Erde. Darum lasst uns ein Bündnis schließen mit einem Volk, das zu uns steht, gegen den einen Gott und seinen Höllenfürsten“

Das Buch Bruno

Welch krankes Hirn hat diese Welt erfunden. Real, das ist mir klar, kann es die niemals geben. Selbst die Abwesenheit der sieben Götter kann das alles nicht erklären. 

Wer mag glauben, dass Menschen freiwillig ihre Umwelt zerstören, in dem sie sich mit Fahrzeugen mit giftigen Dämpfen fortbewegen, ihre Becher und Flüsse, Seen und Meere mit Chemikalien vergiften, ihre Bilder abholzen, Atombomben und -kraftwerke bauen, sehend in den Abgrund stürzen.

Ich habe die Unterlagen, die aus dem Tempel und die Ausschlagung studiert. Die Tempelunterlagen sind etwas unverständlich und wirr. Aber aus der Irminsul wurde mir beschieden, dass ich sie zu studieren hätte. Die Irminsul-Papiere sind klarer formuliert, aber geben auch dieses sonderbare Bild der sich selbst zerstörenden Welt. Die Menschen in dieser Welt sind dennoch nicht etwa depressiv oder geistig minderbemittelt. Nein, in diese schizophren Welt hat ihr Erfinder ganz normale Menschen gesetzt. Von einem dieser Menschen handelt eine Aufzeichnung, eine Art Tagebuch. Ich soll die darin beschriebenen Geschehnisse in dieses Buch aufnehmen.

Wieder ohne Namensangaben. Ein richtiges Geheimbuch soll es wohl werden.

Über das Lesen und Schreiben sind zwei Wochen vergangen Jörd wurde erst von Loki, dann von Wodan abgelöst. Freya und Wodan heißt darum dieses Kapitel.

Als der Gast die Gaststätte betrat, wurde er freudig und erstaunt zu gleich begrüßt: „Na, wieder da?“ „

„Leider“ antwortete der Gast „jede Reise hat mal ein Ende. Andererseits ist es nett mal wieder zu Hause zu sein mach mir ein Bier“

Der Wirt zapfte ein Bier und wandte sich den anderen Gästen zu, um Bestellungen aufzunehmen. 

Es war kurz vor 20:00 Uhr und die Gaststätte fühlte sich. Die meisten Gäste strebten dem Club-Raum zu.

„Ist etwas besonderes bei Dir los?“ erkundigte sich der Gast.

„Eine obskure Gesellschaft hat sie hier heute eingemietet.“ antwortete der Wirt, blickte in seinen Kalender und las: „Gesellschaft für sächsische Religion und Geschichte vor Karl dem Großen. Die Veranstaltung ist ist öffentlich. Ich glaube aber nicht, dass außer ein paar Spinnern viele Gäste zu erwarten sind.“ 

„Da Du zu tun hast und ich mich für diesen Teil der Geschichte interessiere, werde ich mir das ganze mal gönnen.“ sagte der Gast. bestellte noch ein großes Bier und verschwand, als er es erhalten hatte ebenfalls im Club-Raum. 

Nur um eine halbe Stunde später wieder zurückzukehren um „Spinner!“ zu sagen.

„Wie?“ fragte der Wir etwas zerstreut, der sich um die Gäste in seinem Lokal zu kümmern hatte.

„Alles religiöse Spinner. Pass auf dass sie in deinem Club Raum um Mitternacht keine Feuer anzünden.“ 

Aber der Wirt hatte schon nicht mehr zugehört wandte sich anderen Gästen zu. Dafür war meinte ein Fremder, der neben ihm an der Theke stand: „Na-na, so schlimm wird es schon nicht werden.“

Der Gast froh über einen neuen Gesprächspartner, wandte sich dem Fremden zu und fragte: „Waren Sie auch schon dort hinten?“

Der Fremde nickte: „Ja, und ich teile Ihre Meinung in Bezug auf das Etikett religiöse Spinner. Aber einige Gedanken des Vereins dort hinten sind aus meiner Sicht nicht ganz uninteressant.“

„Was bitte ist an der ganzen Geschichte dort hinten interessant?“

„Die Idee, dass Karl, der Große die Sachsen nicht besiegt hätte. Die Chance, dass dann eine nicht-monotheistische Religion nicht nur überlebt hätte sondern auch eine große Bedeutung erlangt hätte, ist nicht von der Hand zuweisen.“

„Gut“ sagte der Gast, „Aber hat. Leider.“

„Sie sagen das, als wenn Ihnen das leid täte.“ stellte der Fremde fest und fuhr, als er den Gast niemand nickend fragend ansah fort: „Würden sie es rückgängig machen, wenn sie es könnten?“

Jetzt spinnen sie!“

„Lassen Sie uns ein wenig spinnen. Sagen wir, ich wäre in der Lage, sie zu einer Zeitmaschine zu bringen, sie könnten in das Jahr der entscheidenden Schlacht an der Irminsul reisen, in die Kämpfe zu Gunsten der Sachsen eingreifen. Würden Sie das tun?“

„Ich alleine?“

„Nein, mit einigen anderen. Mit modernen Techniken müsste es doch einfach sein, die Franken ein wenig zu erschrecken.“ 

„Nun gut, das ist eine interessante Idee.“

„Gut, ich habe wenig Zeit jetzt aber hier haben Sie die sechs Zahlen stimmen mit den Lottozahlen von morgen Abend über ein. Sie können jetzt nicht mehr tippen. Aber wenn sie nach den Ziehung morgen Abend an ein weiteres Gespräch interessiert sind, kommen Sie nach der Ziehung hier her.“

Am nächsten Abend kam ein leicht verwirrter Gast zurück in das Lokal. Der Fremde saß an einem Tisch etwas abseits 

„Na“?“

„Woher haben Sie diese Zahlen.“ 

„Aus der Zukunft. Ich mache Ihnen ein Angebot: Ich gebe Ihnen die Zahlen für die nächste Woche. Wenn sie gewinnen und das Geld haben, kommen Sie in ein kleines Hotel in Weserbergland, dass nicht zufällig "Hotel zur Irminsul" heißt. Bedenken Sie, dass wir in den das wir in der Zeit reisen und Ihnen nicht nur das Geld wieder abnehmen können.“ 

Die letzte Worte waren mit einem leichten Unterton gesprochen. 

Der Fremde schrieb sechs Zahlen und die Adresse des Hotels auf einen Zettel und schob sie dem Gast zu.

Wenn Sie einen Götternamen annehmen sollten, welchen würden Sie wählen?“

Loki“ antwortete der Gast verwirrt.

„Gut sagte der Fremde, den haben wir noch nicht!“ Dann ging er.

Der Gast sah ihm unbehaglich nach, dann ging es zur Theke und sagte: „Mach mir ein großes Bier und einen doppelten Weinbrand.“

 

Anmerkung

Der Gast ist in der Abenteuer-Version Ronald Leyden, der Fremde Harald Larsen.