Freya und Jörd

Da trat Kwasir in die Mitte der Götter und sprach „Einst wird einer kommen aus dem Stand der Barden. Der wird euch infrage stellen. Sichert euch seiner aber achtet in hoch. Denn mit ihm beginnt und endet alles.“ 

Kwasirs Vorhersagen

Bei allen sieben Göttern, was ist in mich gefahren, dachte ich. Aber es war zu spät. Vielleicht weil ich so guter Dinge war und die Atmosphäre so angenehm. Ich hatte das Fernsehstudio erst kurz vor Beginn der Sendung betreten und zwar wie gesagt guter Dinge. Mein letztes Buch hatte mich über Nacht berühmt gemacht ich hatte dies nicht erwartet es war wie immer ein satirisches gewesen und ich hätte damit gerechnet dass ich eine Woche eine faulenzen konnte. Aber es kam anders. Erfolg macht Arbeit und ich wurde überall hin und unter anderem auch zu dieser Sendung eingeladen.

Der Gesprächsleiter Leute nicht geschickt ein und so kam es dass ich zu meiner kleinen Rede ansetzte jetzt bin ich ihm sehr böse so etwas tut man nicht und da baden.

„Wie man ein Druide, ein Freier, ein Adeliger, ein Lite, ein Händler, ein Knecht oder ein Barde wird, das weiß jedes sächsisches Kind: es wird gelost. Ja auch wie man ein Stadt- oder Dorf-Herr ein Gau-, Provinz- , oder ein Bund-Herr wird lernst du ihn bei den Adeligen. Es passiert wenn du ein schlechtes Los erwischst. Aber wird man ein Gott? Werden die sieben Damen und Herren ausgelost?“

Ich hatte mich Rage geredet. Nun musste ich die Folgen die Ungeheuerlichkeit meiner Rede tragen!

Draußen warteten schon die Büttel. Das war nun doch verwunderlich. Zwar wurde die Sendung im ganzen Sachsenbund übertragen, aber die Schreiberstuben arbeiten langsam, wenn auch nicht immer korrekt. Da musste schon ein hohes Tier etwas angeordnet haben. 

Ich vermutete, dass man mich zum Stadt-Herrn wenn ich gar zum Gau-Herrn brachte. Aber sie brachten mich zum Tempel-Viertel. Zunächst dachte ich sie brächten mich in den Mani-Tempel. Bei dem Druiden Barden-Gottes hätte ich mich wohl vielleicht sogar sicher gefühlt.

 

Aber Sie steuerten den Freya-Tempel an. Die Göttin der Freien war mir immer suspekt, wie die reichen uns habgierigen Freien. Wir hatten die SiWo Freya und die Woche Freya und Jörd.

Ausgerechnet im Vorsitz der beiden Göttinnen musste ich unvorsichtiger Barde meinen Mund aufreißen!

Du bitte brachten mich zum Beratenden Druiden, der mich freundlich anlächelte.

„Wir wollen es also wissen?“ fragte er mich.

Ich starte ihn verständnislos an: „Was?“

„Wie man einen Gott wird!“  sagte der Druide lächelnd.

Er ließ mich einen Moment in meiner Fassungslosigkeit schmoren und setzt du noch einen drauf: „Wir hatten uns schon auf Sie gewartet. Ich meine auf ein Barden, der diese Frage stellt. Und wir haben einen Auftrag für Sie.

Wie Sie sicherlich wissen, beschäftigt sich unser Tempel unter anderem mit der mit der Geschichtswissenschaft. Wir haben eine Reihe von geschichtlichen Informationen, die der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Diese sollen sie zu einem Buch um arbeiten.“

„Sie wollen, dass diese Informationen veröffentlicht werden?“ unterbrach ich staunend; weniger über die Tatsache der Veröffentlichung, als darüber dass man mich damit beauftragte. Es war nicht mein Gebiet.

Der Druide schüttelte sanft den Kopf. „Ihr Werk wird einem ausgewählten Kreis von Menschen zur Fügung stehen.“ 

„Was gibt Ihnen die Sicherheit, dass ich nichts veröffentlichen werde?“ 

„Sie stehen unter Arest“

Er lächelte mich wieder freundlich an und fuhr fort: „

Außerdem beschäftigt sich eine kleine Abteilung unseres Tempels mit einer etwas merkwürdigen Wissenschaft.“ 

Er machte eine kleine Pause und erkundigte sich dann: „Haben Sie schon von einmal von der Theorie verschiedener Zeitlinien gehört?“

Ich lächelte: „Einige meiner beiden Kollegen die Zukunfts-Romane schreiben haben sich damit beschäftigt.“

Ich finde es auch eher lächerlich. Aber die Ansetzung kommt direkt aus der Irminsul.“

Wir wollen noch flauer: Die Götter selbst hatten sich eingeschaltet. 

Er drückt einen Knopf und nach einer Weile erschien ein junger Mann der das Gewand eines Junior-Druiden tun.

Der junge Mann machte den Eindruck eines Menschen, der davon überzeugt sind so etwas grundlegendes wie das Rad oder der Schwerkrafttheorie oder gar die Anti- Schwerkrafttheorie ausgearbeitet zu haben. Und kein Mensch glaubte ihm!

Es muss ein Götter Geschenk auf ihn gewirkt haben dass man ihn bat, seine Theorie dazu stellen. Ich weiß nicht, ob er wusste dass es eins war. 

„Stellen Sie sich vor, an einer wichtigen Episode unsere Geschichte passiert etwas das ich nicht mit der uns bekannten Geschichtsschreibung deckt. Die Geschichte nähme einen anderen Verlauf.“ begann er.

„Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber es gibt ein paar Barden, die können es“ warf ich lächelnd ein. 

„Wir haben aufgrund bestimmter Forschungen herausgefunden, dass es ab einem bestimmten Zeitpunkt in unsere Geschichte zwei parallele Geschichtsverläufe geben muss. Dieser Zeitpunkt etwa bei unseren Sieg über Karl den Schlächter, also der großen Irminsul-Schlacht

Er macht eine Kunstpause, als er sah, dass wir ihn nicht mit offenen Mündern anstarrten, sondern eher spöttisch anblickten, fuhr er fort. Allerdings mit einem Unterton, der deutlich machte, dass er uns für Ungläubige hielt, die seinen Genius verkannten, hielt.

„In dieser Welt gibt es keinen Sachsenbund, der sich gegen den Monotheismus stellen konnte. So ist vor allem das Christentum über die ganze Erde verbreitet. Mit Feuer und Schwert versteht sich“

Ich musste an mich halten, um nicht los zu prusten. Solch wirre Ideen würde ich keinen meiner Kollegen aus der Utopia-Zunft zutrauen.

Beleidigt schob der Junior-Druide mir einen Stapel Papiere rüber.

„Das soll ich Ihnen geben!“ sagte er und verschwand ohne weiteren Gruß. Leuten wie dem alten Druiden und mir konnte man nur mit Achtung begegnen.

„Ihnen wird auf ihren Hausrechner noch weiteres Material überspielt. Direkt aus Marklo.“ sagte der Druide. „Verarbeiten Sie alles in einem Buch. Fangen sie mit ihrem Auftritt im Fernsehen an und schildern was hier abgelaufen ist. 

Allerdings dürfen sie weder ihren Namen noch meinen Namen oder die Nutzung meines erwähnen. Anweisungen erhalten Sie mit den Unterlagen aus Marklo.“ 

Er entließ mich und die Büttel brachten mich nach Hause.

Dort schaltete ich den Rechner ein und öffnete den Briefkasten. Es war tatsächlich Post angekommen, sehr umfangreiche Unterlagen. Zum einem ‚Informationen' über die Parallelwelt des Junge Druiden. Dazu einige paar Tage Notizen aus dieser Zeit mit der Anweisung diese in eine lesbare Form zu bringen. Vorher aber sollte ich alle Informationen eingehend studieren, so dass ich diese Welt richtig darstellen konnte.

Ich ließ mir zur Vorsicht alles ausdrucken und speicherte sie zu dem auf eine Speicherkarte. Während der Rechner vor sich hinarbeitete, machte ich mir etwas zu essen dann schrieb ich das Erlebte nieder. Das Ergebnis habe ich in diesem Kapitel, dass ich nach der Woche benannt habe, in der alles geschah Freya und Jörd.

Weiter mit Freya und Donar

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