Jörd und Wodan

Unser Bund aber wird reichen 

-     vom Rhein im Westen

-     bis zur Ostsee, zur Elbe und Saale im Osten

-     von der Nordsee im Norden 

-     bis zum Main im Süden.

-     Von der Elbe zur Ostsee und von Main bis zur Saale werden wir Kanäle bauen.

Aber wir werden nur kämpfen gegen die Christen. Mit den anderen Völkern aber werden wir Bündnisse schließen.

Widukinds Gesetze

Mit der Übernahme durch Jörd am Götter-Sitz änderte sich nichts. Zwar meldete sich auch der Jörd-Tempel, doch die Informationen und Anweisungen kommen weiter von den Freya-Druiden oder direkt aus der Irminsul. Der Tempel ließ mich wissen, dass ich nun über den geheimnisvollen christlichen Reporter berichten solle. Aus Marklo kamen weitere Informationen.

Das Sichten der Information dauerte einige Zeit. Auch hielt ich es für sinnvoll einige historische Daten nachzuschlagen.

Wiesbaden lag für die Zeitgenossen der Hochstein Gruppe weiter entfernt als der Rote Kontinent.  Heute nachdem sich unser Verhältnis zu unseren Nachbarn verändert hatte, ist uns die Christenwelt noch immer fremd. Aber das Reisen dorthin ist einfach geworden.

Ich selbst war schon in Italien und Frankreich, kenne Mittelmeer und Atlantik. Wiesbaden, wo ich die Geschichte fortsetzen soll, kenne ich nicht. Der Mann von dem ich berichten soll, hatte ungefähr mein Alter, Ende 20. Als er an diesem Morgen erwachte, fühlt er sich allerdings viel älter. Sein Kopf brummte. Er hatte wohl zu viel getrunken.

‚Getrunken,’ dachte er ‚womit und wem und warum?’

‚Langsam, langsam,’ überlegte er. ‚Ich heiße’ einige Namen schossen ihm durch den Kopf 

‚Richtig Bernhard, ... Bernhard Bärwinkel. Psychologe. Arbeitslos.’

Er versuchte die Augen zu öffnen. Es schmerzte! Doch als er die ersten Umrisse erkannte, riss er die Augen auf.

Wo war er? Eine derart luxuriöse Umgebung war er nicht gewohnt. 

Aus einer Tür kam eine nackte junge Frau, die ihn wenn auch bekleidet bekannt vorkam. Er lag - wie er verstellte - in einem zerwühlten Doppelbett. Die Frau tätschelte seinen Kopf.

„Bernielein, wir müssen fahren!“

Was ihm auch immer mit dieser Frau verbunden haben machte, wie we zusammen in dieses Zimmer gekommen waren und wie die Nacht verlaufen war, all das mit dem unklar. 

Dein Leben lang würde eher rätseln ob sich zwischen ihm und der Frau in dieser Nacht etwas sexuelles abgestielt hatte. 

Die Frau zerrte ihn freundschaftlich aus dem Bett und halt ihm beim anziehen. Dunkel erinnerte sich dunkel erinnert er sich an den letzten Abend. Er die Frau in einem Gartenlokal getroffen. Sie kannten sich von früher, aus der Schule. Sie war die Junior Chefin eines großen Verlages und hatte ihm ein Angebot unterbreitet.

Die Gedanken gingen schwerfällig durch sein Gehör. Er war bereits mit den Füßen auf dem Weg aus dem Hotel raus als er mit dem Kopf so weit war. Er hatte dieses Angebot abgelehnt. 

Er wusste allerdings nicht mehr, was das für ein Angebot war. Außerdem war ihm schlecht. 

Er ließ mich willenlos in eine Kutsche verfrachten und dachte an seinen Magen. Dann versucht er wieder den leichten letzten Abend zu rekonstruieren.

Da fiel es ihm ein! Er sollte als Korrespondent zu den Heiden. Jetzt wusste auch warum abgelehnt hatte. Die Frau hatte gesagt, dass er der erste Reporter der Christenwelt wäre, der aus dem Sachsenland berichten würde. 

Es war ihm zugesagt worden, dass ihm kein Haar gekrümmt würde. Aber zum einen war den Sachsen nicht zu trauen. Zum anderen war er nicht sicher, ob solche Berichte nicht unter den Bann des Vatikans fallen würden.

Also er aus der Kutsche stieg, protestierte er. Aber er war sehr schwach und konnte sich kaum wehren, als die Frau und der Kutscher ihn in eine Fähre verfrachteten. 

Die Fähre erreichte den Wall und einem der Tore. 

Er wurde heraus- und durch das Tor geschoben. Das Tor wurde hinter ihm geschlossen. 

Er war in Sachsen!

Vor ihm stand ein futuristisches Fahrzeug aus dem mein Mann in einem weißen Umhang Auftrag heraustrat.

„Ich begrüße Sie ganz herzlich!“ sagte der Mann und führte ihn freundschaftlich in das Fahrzeug. Drinnen was eingerichtet wie in einem Wohnzimmer. Einige Männer und eine junge Frau waren anwesend.

„Ihnen geht es scheinbar nicht sehr gut!“ 

Er sah zu einem jungen Mann hinüber. 

„Würden Sie unserem Gast sein Abteil zeigen. Und unseren Wodan-Druiden bitten, ihm etwas zu geben, dass seine Alkoholschäden etwas eindämmt.“

Bernhard macht ein entsetztes Gesicht. Ein Heiden-Priester sollte ihm etwas mixen. Bestimmt war Gift im Spiel.

„Keine Angst! Sie sind und zu wichtig, dass wir sie vergiften werden!“ 

Er konnte scheinbar Gedanken lesen! Neues

„Darf ich mich vorstellen. Mein Name ist Leo. Ich bin der Senior-Bund-Herr. Und das ist meine persönliche Assistentin Ilona.“ Die junge Frau errötete.

Bernhard Gedanken waren immer noch langsam. 

Als er das Gesagte verarbeitet hatte, sprach er seinen Erkenntniss gleich aus: „Der Regierungschefs persönlich! Das ist aber eine Ehre!“

Leo schüttelte lächelnd den Kopf: „Wenn wir so etwas wie einen Regierungschef hätten, wäre dass der Bund-Herr. – Und machen Sie sich ein bisschen frisch.“

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