Loki und Freya

Sieben Jahre sollt ihr lernen, sieben Jahre sollt ihr arbeiten, sieben Jahre soll dir helfen, sieben Jahre sollt ihr beraten, dann sei euer Lebenswerk erfüllt. Es sei denn ihr werdet gerufen in der Not.

Widukinds Gesetze

Nach dem auf Druck der Götter die Adeligen zu Lehrern geworden waren, kam es allmählich zur Ausprägung unseres Bildungssystems. Die Druiden, die zwar noch keinen eigenen Stand bildeten, halfen den Adeligen, denn sie hatten das größte Wissen (wodurch sie zum Wissenschaftsstand heranwuchsen.)

Nach dem Vorbild der Bund-Herren-Kariere wurde auch unser Kariere-System aufgebaut. Die Junior-Adeligen machten während ihrer sieben Jahre eine Ausbildung in Theorie und Praxis durch, wobei sie ein Studium am Donar-Tempel absolvierten.

Die eigentliche Erziehung liegt bei den Adligen. Zumindest in den guten Gruppen ist Praxis, dass die Ex-Adeligen durch gute Ratschläge und offene Herzen offene Ohren und Herzen in den Erziehungsprozess eingreifen.

Astrid über ausgelost, einen derartigen Weg zu gehen. Dass sie in die Gruppe ihre Erzieher kam, war außergewöhnlich, aber kein Einzelfall die adeligen freut sich ebenso wie Astrid über das Los.

„Du kannst das Zimmer von Jörg und oder Berta nehmen.“

Die beiden Ex-Adeligen waren vor einigen Wochen ins Haus des alten Adels gezogen. Jörg war wie beschrieben schon bald 70 und bei der bei der Geburt Astrid Ex-Aderliger geworden. Berta, die damals beraten wurde war jetzt 63.

Die Gruppe war sehr traurig als Oma und Opa auszogen. „Ihr werdet bald ausziehen. Dann kommt eine neue Gruppe junger Sachsen, zu der haben wir keine Beziehung. Außerdem kommt eine neue Junior-Adelige, dann braucht man ein wenig Platz im Hochsteinhaus.“ Hatte Berta resolut verkündet.

Und gehört hat hinzugefügt: „Außerdem könnt ihr uns noch beim Umzug helfen. Um die Zeit der Losung, habt ihr dafür nicht mehr viel Zeit habt ihr nicht mehr dafür die rechte Zeit.“ 

Proteste der Kinder, das sicher im dafür immer Zeit hätten bestimmt wischten die beiden Alten mit einer Handbewegung vor Ort

Nun bei Astrid insgeheim froh über Jörgs und Berthas Entscheidung. In der Tat brauchte sie eines der beiden Zimmer. Sie hätte das Gefühl gehabt, die beiden Alten zu vertreiben. ‚Hoffentlich entwickele ich später auch so viel Taktgefühl’ dachte sie bei. Berta kam während die sinnierte zur Tür hinein. Sie war über kurz vor der Losung verreist.

„Mein altes Herz vertritt die Aufregung eine Losung nicht mehr,“ erklärte sie.

Und nun kam sie zurück. Ihr Gesicht war ein einziges Fragezeichen. „Es ist eingetreten,“ sagte Günther zu ihr.

„Und Astrid ist uns zugelost worden.“ Fügte er mit einem warnenden Unterton in der Stimme hinzu, wie  um Berta auf Anwesenheit Astrids aufmerksam zu machen.

Astrid hatte das Gefühl, ihre Familie ihre Familie verheimliche ihr etwas

„Ich habe es gewusst! Aber dass du weiter zur Familie gehörst. ist eine Überraschung.“

Sie ging auf Astrid zu, um sie zu umarmen. 

Nach dem Mittagessen ging es bis zum Haus der Alten hinüber. Zum einen wollte Jörg die Neuigkeiten mitteilen, zum anderen gelang es ihr vielleicht von ihm etwas zu erfahren, dass etwas mehr Licht in die Angelegenheit bringen würde

Berta war bei Jörg und erzählte ihm gerade die Neuigkeiten. Jörg war überrascht über Astrid Los. Das andere schien auch er erwartet zu haben.

„Wie hat ihr damals von unserer Sonderausführung gefahren?“ fragte Astrid.

„Ein Druide vom Donau Tempel rief uns an und teilte uns die Neuigkeiten mit. Dann gab er uns besondere Ausbildungspläne die aufgrund der Anweisungen aus Marklo über arbeitet worden sein.

Wir waren damals sehr verwirrt. Vorsichtshalber fragten wir in Marc wohne. Dann erschien Freya selbst auf unserem Bildschirm. Sie hatte gerade den Vorsitz im Götterrat. Sie bestätigte unsere Sonderstellung.

Erhielten von da an regelmäßige Anweisungen aus dem Donartempel.“

„Wie hieß der Druide?““ Erkundigte sich Astrid“

„ich weiß es nicht mehr. Aber erstens wusste auch er nicht viel mehr als wir und zweitens ist der schon lange tot“

„Und ihr habt nichts mehr herausbekommen?“

„Natürlich waren wir neugierig. Und vor allem Berta und ich hatten die eine oder andere Verbindung angezapft. Es ist nicht viel dabei herausgekommen. Aber was wir erfahren haben, können wir Dir nicht sagen. Es würde dich zu sehr in deinen Handlungen beeinflussen.“

„Lass es auf dich zukommen Mädchen“ sagte Berta. Dann wechselte die beiden geschickt das Thema auf Astrid künftige Ausbildung.

Weiter mit Sol

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