Loki und Mani

Einst wird ein Mann kommen aus einem Land der Christen, der wird sein Zerstörer und Erbauer, Freund und Verräter, Anfang und Ende. Aber sein wahres Ich wird verborgen sein vor allem, selbst für ihn selbst

Kwasirs Vorhersagen

Die neuen Unterlagen erstaunten mich. Einiges was dort stand, kam mir bekannt vor. Ein paar Aufzeichnungen waren mir allerdings neu und widersprachen sogar den bruchstückhafte Erinnerungen, die ich aus meiner Burg-Zeit hatte.

Ich wählte die geschichtswissenschaftlichen Sektion des Freya Tempels an, lies mir die total historischen Unterlagen überspielen und vertiefte mich darin.

Kurz darauf klingelte das Videophon, der beratende Druide Tochter tauchte, nachdem ich den mal Meldetaste gedrückt hatte. auf.

„Sie haben es also auch gemerkt?“ erkundigte er sich wartete jedoch meine Antwort nicht ab, sondern fuhr vor: „Ich habe mich nach den Erhalt der Informationen direkt an die Irminsul gewandt. Man sagte mir man wisse, dass  das die Unterlagen der allgemein gelehrten Geschichte widerspreche, aber diese Papiere würden aus guten Grund geheim gehalten. Sie entsprechen jedoch den wirklichen Ereignissen.“

Damit verschwende Gruß los vom Bildschirm.

Darüber dass sogar meine Kommunikationsverbindungen überwacht worden, verlor er kein Wort. Vielleicht sollte der Anruf ein Hinweis darauf oder eine versteckte Drohung sein. Vielleicht auch beides.

Über dem studieren und dem zu ordnen sind einige Wochen vergangen.Der Götter-Rat tagte mit freier im Vorsitz, um den Vorsitz an Jörd weiterzugeben. Daraufhin meldete sich der Jörd-Tempel bei mir.

Ein beratene Druide teilte mir mit, er habe von der Irminsul erfahren, dass ich an einem göttlichen Projekt arbeitete, ohne ihn weiters mitzuteilen. Ungeachtet des Wechsels im Vorsitz der Götterrates soll l aber der Freya-Tempel wegen seiner besseren Sachkompetenz die Betreuung des Projekts behalten.

Da Druide schien ein wenig neugierig und zugleich verstimmt darüber zu sein, dass Projekt im Freya-Tempel angemeldet war. Man schien ihn aber angewiesen haben, keine Fragen zu stellen. Was ihm sichtlich schwer viel.

Nun folgt also noch die unglaubliche Geschichte von einer anderen Welt eine  ebenso unglaubliche aus unserer Vergangenheit.

 

 *

  

Wie alle jungen Sachsen war natürlich auch die Hochstein-Gruppe in den Tagen vor der Losung aufgeregt. Sie hatte sich wie alle andern Altersgenossen mit den Gesetzgebungen und anderen Entscheidungen des kommenden großen Thing beschäftigt. Vorschläge für Änderungen eingegeben die am Lostag per Knopfdruck in die Entscheidungsfindung einfließen würden.

Clodwig stand wie immer früh auf und klopfte an das Zimmer seiner Geschwister. Jeder Sachse nennt die Mitglieder seine Stammgruppe Geschwister, nicht die leiblichen Geschwister, zu denen er selten Kontakt hatte.

Gregor stand unten in der Küche des Gruppenhauses und bereitet das Frühstück vor. Auch er schien aufgeregt. Er würde mit Beginn des neuen Jahres Adeliger, hatte seine Ausbildungszeit also hinter sich. Nach und nach trafen die anderen Adeligen und Kinder ein. Hella, die Beratende nickte Ihnen aufmunternd zu. Sogar Gunter, der Ex-Adelige traf ein. Opa, wie die Kinder in nannten, lächelte ihnen zu und übermittelte Grüße von Beate und Jörg, die bereits vor sieben oder 14 Jahren aus dem Erziehungsdienst ausgeschieden worden.

Jörg, überlegte Clodwig werde bald 70. Doris und Astrid versuchten ihre Nervosität hinter leuchten Geplapper zu verstecken. Friederieke, Ilona, Gerfried und Elmar frühstückten schweigend.

Sie brauchen zum großen Saal auf. Dieser füllte sich langsam. Jungsachsen bezogen ihre Stammpulte. Die Pulte der Gruppen waren jeweils in einem Kreis angeordnet in der Mitte stand der jeweilige Stamm-Adelige, die anderen Erzieher auch die Lehrer, hielten sich im Hintergrund auf. Hella lächelte ihre Gruppe an. Doch die nahmen das kaum war, alle starten gebannt auf die Bildschirme.

>Nur kein Bezirks-Herr,< dachte Clodwig, dessen Wunsch war im Wald zu arbeiten. Seit seinem ersten Schulausflug in die Waldgebiete wollte er Heger werden.

>Götter gib mir ein großes gutes Los< bettete es inbrünstig als die Losung begann. Auf dem Bildschirm begannen  die Symbole sieben Götter, die ja gleichzeitig die Symbole der sieben stände sind,  zu rotieren.

Am Ende des ersten Durchgangs löste sich weder ein Symbol heraus, um die anderen zu,  noch erschien die sächsische Landkarte um alles zu verdrängen. Viel mehr blieb der Kreis einfach stehen, nachdem die Symbole sich weiter in die Mitte bewegt hatten.

Im ersten Moment dachte Clodwig an einen Fehler im Rechner. Er starrte auf den Bildschirm, drückte die Fehler Taste. Nichts geschah! Bei den anderen Gruppen ging die Losung weiter. Aber die Gesichter seiner Geschwister zeigten, dass ihre Bildschirmen auch zu stehen schien. Als die anderen Gruppen den Raum verließen, näherten sich Gunter, Hella und Siegfried dem Pult.

„Es ist also passiert!"  stellte Gunter fest.

Die Gruppe sah ihn verwirrt an.

„Ich muss euch etwas mitteilen. Aber zunächst die Frage: in wieweit sind euch Kwasirs vorher Vorhersagen bekannt?"

Er sah von einem zum andern.

„Nicht besonders gut.“ antwortete Clodwig unter dem Nicken seiner Geschwistern und  fragte „Welche meinst du?“

„Habe ich mir gedacht,“ sagte Gunter  „In einer seiner Vorhersagen hat er quasi einen Fremden angekündigt, der aus der christlichen Welt zu uns stoßen würde. Er hat dazu bestimmte Sternenkonstellation angekündigt, die etwa 21 Jahre vor dem Kommen des Fremden im Himmel zu sehen sein.

Von diesen fremden soll eine Gefahr ausgehen. Diese Gefahr müssten sieben Junior Sachsen benennen warnen. Beim auftreten dieser Konstellation sollten sieben Gruppen von sieben Neugeborenen ausgelost werden. Aus diesen Gruppen wurde heute eine ausgewählt: Ihr!“

Gunter nickte Hella zu. „Du kannst die Auslosung wieder starten!“

Ludwig drehte sich wieder zum Bildschirm. Die Symbole begann wieder zu drehen. Die Ähre das Symbol der Liten blieb über. In den folgenden Lösungen wurden wurde er als Heger ausgelost. Seine Freude darüber wurde allerdings von dem überdeckt, was Gunter gerade berichtet hatte.

Weiter  mit Loki und Wodan 

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