Wodan und Donar

Um sich dauerhaft gegen die Christen zu wehren, muss manches im geheimen bleiben.

Dafür sollen auch die Anderen Tempeln sorgen.

Hüterin der Iduna

Wodan hatte den Göttersitz übernommen. Der Wodan-Tempel meldete sich aber nicht. Dafür meldete sich der Beratende Druide des Freya-Tempels. Er war anscheinend etwas verwirrt.

„Wissen sie etwas über die Anderen Tempel?“ fragte er ohne Begrüßung.

„Nichts genaues,“ sagte ich. „Es sind wohl die Tempel der anderen Götter. Irgendwie geheimnisvoll.“

„Mehr geheim wie geheimnisvoll. Wir von den Tempeln der Sieben Götter sind sehr, ... äh ... vorsichtig im Umgang mit den Anderen Tempel.

Irgendwie scheinen die Anderen Tempel mit Ihrem Auftrag zu tun haben. 

Und wurde von der Irminsul mitgeteilt, dass Ihre Betreuung nun von dort aus übernommen wird. Eine Gina von den anderen Tempeln wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen."

*

Gina von den anderen Tempeln meldete sich nicht über das Netz, sondern kam persönlich vorbei. Sie war groß, schlank und ganz in schwarz gekleidet. Ihr Teint war blass.

„Ich suche Sie persönlich auf, um Sie über einige Veränderungen Ihres Auftrags zu informieren. Zunächst einmal kann ich Ihnen sagen, dass Ihr Auftrag  von den Anderen Tempeln kommt. Wir agieren zum Schutz des Sachsenbundes ein wenig geheim.

Die Druiden, die sie bisher betreut haben, wussten nichts von unserem Mittun. Um diese nicht zu verwirren, haben wir einiges geheim gehalten. Außerdem habe wir darauf gedrängt, dass Sie Ihren Namen nicht nennen, Robert, der Lyriker.“

Ich war verwirrt.

„Warum?“

„Das wird Ihnen im weiteren Verlauf Ihrer Arbeit noch klar!

Außerdem erhalten sie auch den Namen der Leute, die sich im Hotel zur Irminsul trafen. 

Alles weitere entnehmen sie diesem Datenträger.“ 

Sie überreichte mir den Datenträger. Und fuhr fort.

„Das Netz ist uns zu unsicher, um vertrauliches darüber zu verwenden. Ihnen ist sicher klar, dass sie dies nur in Ihrem Roman verwenden dürfen. Die Sicherheit des Sachsenbund steht auf dem Spiel.“

Sie machte eine Pause und fügte mit Nachdruck hinzu: „Zur Ihrer und unserer Sicherheit haben wir ein wachsames Augen auf Sie!“

Sie verließ mich. 

Ich vertiefte mich in die Unterlagen.