© 1999, 2021 by Lutz-Rüdiger Busse (siehe auch: Copyright). 

5. Die Suche beginnt

Frauke Gesandt, Braunschweig 01.10.1999

Einige Recherchen brachten uns die wesentlichen Informationen für unsere Suche. Ich speicherte alles auf meinen  Pet-Ki. 

Wir erfuhren wer die beiden Wilhelms waren, wer der Mann aus Ajaccio war und verschaffen uns einen Überblick über die Zeit des Königreich Westfalen in Braunschweig. 

So gewappnete brachen wir auf.

Wir folgten dem Hinweis: „Die Eiche hat ein Tor durch die Zeit“. Und gingen zur Friedrich-Wilhelm-Eiche. Der eine der beiden Wilhelms hatte dort gelagert, wie wir herausgefunden hatten

Jean fand das Tor. Und wir reisten ins Jahr 1929.

Frauke Gesandt, Braunschweig 01.10.1929

Wir hatten den Hinweis von Sogan verstanden. Wir hatten uns 1929 getroffen. Er musste es verschlüsselt sagen um kein Zeitparadoxon auszulösen.

So begaben wir uns zum Konzerthaus.

Nach unserem Wissen hatten wir uns 1925 zum letzten Mal gesehen. Wenn wir uns in der Zwischenzeit in der Real-Zeit gesehen hatten, mussten wir vermeiden davon zu erfahren. Wir durften auch nicht verraten, dass wir Sogan 1999 treffen würden.

Man muss verdammt vorsichtig sein, wenn man durch die Zeit reist.

Da Jean der Erfahrenste in Sachen Zeitreisen war, überließen wir ihm das Gespräch.

Friedrich-Wilhelm-Eiche

Von Brunswyk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16873822
Von Brunswyk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16873822
Konzertaus Braunschweig 17.08.2006
Konzertaus Braunschweig 17.08.2006

Als das Gespräch begann, fragte ich mich, wie Sogan eigentlich mit Vornamen hieß. Vielleicht hieß er auch gar nicht Sogan. Das war vielleicht ein Künstlername.

„Hallo, Sogan!“ sagte Jean. „Schön dich wiederzusehen. Ich glaube es ist sinnvoll, nicht darüber zu sprechen, wann wir uns das letzte Mal sahen.“

Anstelle von Sogan antwortete Putzi: „Ja, das ist sinnvoll!“

„Es wäre schön, wenn Ihr uns helfen würdet. Am Friedrich-Ebert-Platz ist etwas verborgen, das wir finden müssen!“

„Da ist gerade eine Baustelle!“

„Und ich glaube, dass es notwendig ist, den Fund ein wenig zu verbergen!

„Dann lasst uns aufbrechen.“

 

Ja, aber wir sollen das Ausbuddeln nur planen. Das Fundstück muss am 28.10. im Keglerheim am Kleinen Exerzierplatz sein.“

Wie beschlossen, dass wir zunächst den Kleinen Exerzierplatz erkunden wollten. Wir erreichten ihn mit der Straßenbahnlinie 2, die auch an der Auguststraße hielt.

Auf Vermittlung von Jean mit dem Gärtner waren wir zu jeder Zeit mit ausreichen Barmittel ausgestattet, auch mit Kleingeld. Wie das genau funktionierte, weiß ich nicht. Jedenfalls verwandelte sich unser Geld bei jeder Zeitreise

Ich kannte Gelände des Kleinen Exerzierplatz nur von meiner Realzeit. Die Straße die ich als Konstantin-Uhde-Straße kenne hieß damals Am Kleinen Exerzierplatz, hier fanden wir auch das Keglerheim.

Da das Keglerheim offen war, tranken wir hier ein Bier und schauten uns um. Wir fanden mehrere Möglichkeiten die Kugel zu platzieren. Wir hatten die Kugel ja noch nicht gesehen und wussten ja nicht wie groß sie war.

Wir nahmen Kontakt zu Hedwig auf und erfuhren, dass wird dort wohnen konnten

Haus der Wissenschaft 2018
Haus der Wissenschaft 2018
Parkplatz. links die Konstantin-Uhde-Straße, 2018
Parkplatz. links die Konstantin-Uhde-Straße, 2018

Frauke Gesandt, Braunschweig 02.10.1929

Wir hatten uns mit Sogan am Friedrich-Ebert-Platz verabredet, und fanden einige riesige Baustelle vor.

Als wir ankamen sahen wir einige Bekannte. Einen Mann den wir unter anderen als Werner Fröhlich kannten war ebenso anwesend wie einer der Pater. Harald Larson war ebenfalls dort. Auch Archie Mon-An und Arthur Therm lungerten herum.

Sogan und Putzi kamen nach uns an. Wir verständigten uns über den Ring, das wir nicht zusammentreffen wollten. Auch wir trennten uns und schlenderten an der Baustelle herum und beobachteten scheinbar die Bauarbeiter.

Nachdem wir uns eine Zeitlang dort aufgehalten hatten, meldete Jean telepathisch, dass er die Kugel gefunden habe.

Wir verließen einzeln den Platz und verabredeten uns bei Hedwig.

Auf dem Weg dorthin trag ich Caro. Sie saß auf einer Hecke und meinte zu mir: „Da scheint am Friedrich-Ebert-Platz ja etwas im Gange zu sein.“

„Ja!“ antwortete ich. „Und ich hoffe, dass es bis Ende Oktober beim beobachten bleibt. Dann wollen wir etwas ausgraben. Könnt Ihr den Platz beobachten und uns verständigen, wenn irgendjemand etwas buddeln anfängt. Wir sind bei Hedwig!“

Als wir alle bei Hedwig waren, war Frederique da und berichtete, dass die Beobachtung laufe.

Jean berichtete, dass er Kugel vor Cafe und Konditorei Voigt geortet habe.