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8. Recherchen an der Caffee Twete und dem Neuen Hof

Frauke Gesandt, Braunschweig 05.08.1809

Unsere Recherchen von 1999 erwiesen sich als richtig.

Der Ferdinand aus Irenes Infos war Ferdinand von Schill, der 1809 einen Aufstand gegen Napoleon begann. Schill starb am 31. Mai 1809 in Stralsund.

Das Denkmal befindet sich heute an der Schillstraße

Der Herzog mit Farbe war der Schwarze Herzog, Friedrich Wilhelm von Braunschweig,

Die Schlacht bei Ölper des Schwarzen Herzog war am 01.08.1809.

 Napoleon ist am 15. August 1769 geboren.

Nach kurzer Beratung entschieden wir uns daher für den 05.08.1809 als Ziel unserer Zeitreise.

Die Friedrich-Wilhelm-Eiche gab es damals noch nicht, aber es gab einen anderen Baum vor dem Petritor.  

Ich hatte recherchiert, dass es damals an der ehemaligen Schillstraße den Flecken St. Leonhard gab. 

„Wie kommen wird nun nach St. Leonhard?“ frage Jean.

„Pferde!“ sagte Cliff. Er führte einen Zauber aus, und es kamen fünf Pferde angetrabt.

„Der Zauber ist eigentlich für wilde Pferde, aber die Tiere waren einige Tage sich selbst überlassen. Sie wurden wohl bei der Schlacht bei Ölper herrenlos.“

Tatsächlich hatten sie Sättel und Zaumzeug. Wir stiegen auf die Pferde und ritten zunächst die Heerstraße nach Bremen, die zu unserer Realzeit Celler Straße heißt.

Wir kamen zu Gaststätte Weißes Ross, dass es an dieser Stelle schon seit 1718 gab. Da wir neugierig und hungrig waren, kehrten wir ein. 

Anscheinend war der Wirt ein Anhänger des Schwarzen Herzogs. Da wir anscheinend seine Pferde ritten, war es uns wohlgesonnen.

Wir fragten ihn nach Lise Main.

Ein Gast meinte: „Ist das nicht diese Wahrsagerin, die oft hier ist?“

Mehr erfuhren wir nicht. Wir beschlossen daher, weiter zu reiten.

Wir beschlossen daher, weiter zu reiten.

Wir ritten nach Osten über Wege, auf denen zu unserer Zeit der Wilhelminische Ring war. Vor der Oker kamen wir am damaligen Schützenplatz An der Masch vorbei. Es gab eine Brücke. Wir ritten weiter am Kleine Exerzierplatz vorbei.

Kurz danach bogen wir nach Westen ab und kamen schließlich zu Flecken St. Leonhard.

An der Stelle, an der 1837 das Schilldenkmal errichtet wurde, stand das „Gasthaus zum goldenen Stern“

Es war mäßig besucht. Auf einer Bank vor der Tür saß ein Schäfer mit einem Hund.  Auf dem zweiten Blick erkannte ich den Schäfer. Es war Hans.

Jean hatte ihn auch erkannt. Er setzte sich neben Hans auf die Bank. Wir gingen in die Gaststätte, der Hund folgte uns. Als ich mich setzte kam er zu mir. Er ließ sich von mir streicheln und flüsterte mir zu: „Lisa Main hat einen Laden an der Caffee Twete, das Occulte Science. Ich heiße übrigens Hasso,“

Ich recherchierte mit dem Pet-Ki. Wie ich vermutete hieß die Caffee Twete zu meiner Zeit Kaffeetwete. Da kamen Erinnerungen hoch. In der Gegend war ich als junger Mensch oft.  Hof, Handelsweg, Bassgeige, Pfeife. Das war mein Revier! Ich war . so glaubte ich noch einen vor dem Tag -  an dem ich die Diskette bekam  - dort.

Da die Caffee Twete in der Nähe der späteren Friedrich-Wilhelm-Eiche, ritten denselben Weg zurück. Als wir aufbrachen, kam Hans mit auf einem Pferd, Hasso folgt ihm. Hans, wusste ich, war Reykianer und Worker. Ich hatte vor dieser Begegnung nie richtig Kontakt zu ihm

Jean meinte, Hans könne uns helfen.

Wir übergaben einen Bauer in der Nähe.

Dann begaben wie uns zur Caffee Twete. Das Occulte Science fanden wir sofort. Lise Main trug ein Lorgnon, das zweifellos ein Separables war.

Dann begaben wie uns zur Caffee Twete. Das Occulte Science fanden wir sofort. Lise Main war zweifellos eine Verdammte trug ein Separables Lorgnon.

Da ich wusste, das Verdammte von den Gespenstern abstammten und es eine Theorie gab, dass sich Gespenster mit Trollen verbanden und dann dabei die Verdammten entstanden, dachte ich unwillkürlich an Úps und Témérai. Ich wollte der Idee nicht weiter nachgehen, um Ärger zur vermeiden.

„Womit kann ich Ihnen dienen?“ fragt Lise Main uns.

„Wir wollen die Goldene Kugel!“ sagte Hans nachdrücklich. Hans konnte als Worker sehr nachdrücklich kommunizieren.

Sie brachte uns die Goldene Kugel. Behutsam nahmen wir sie in Empfang. Sogan sorgte dafür, dass die Kugel von niemand außer uns bemerkt werden konnte.

 

Bevor wir den Laden verließen, drehte ich mich noch mal um und fragte: „Übrigens, von wem haben Sie die Kugel!“

„Von Claude Merce im Neuen Hof.“

Mein Pet-Ki übermittelte mir, dass der Neue Hof  zu meiner Realzeit Handelsweg hieß.

Hans hatte von Jean erfahren, dass wir nun zur „la boule d`or“ wollten. Er meinte, dass die Beziehungen zwischen Reykianern und den Bunten Magiern nicht besonders gut wären und verabschiedete sich. Hasso verließ uns ebenso. Allerdings versicherte er uns, dass die Beobachter über uns wachten.

St. Leonhard um 1830

Von Karl Mare (1772/1773–1835) - Ausschnitt aus einer Karte der Stadt Braunschweig von K. Mare., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23176445
Von Karl Mare (1772/1773–1835) - Ausschnitt aus einer Karte der Stadt Braunschweig von K. Mare., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23176445

Karte 1798

Der Handelsweg (damals Neuer Hof) ist mit einem schwarzen Rechteck markiert.

Das blaue Rechteck  markiert die Caffee  Twete (heute Kaffeetwete)

Das grüne Rechteck markiert den alte Stadtmarkt (heute Altstadtmarkt)

Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 100 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers.
Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 100 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers.
Handelsweg, Braunschweig 2019
Handelsweg, Braunschweig 2019

Wir überlegten, wie wir vorgehen sollten ohne Zeitparadoxe hervorzurufen. 

„Lasst mich mal machen!“ sagt Mario.

Bevor wir etwas entgegnen konnten, war Mario schon in der „la boule d`or“.  Als wir eintraten, war Mario schon in Aktion. Mario ist ein Blender. Teilweise mit seinem Charme, teilweise mit dem Zauber Blenden Psycho wickelte er die versammelten Bunten ein.

Meistens ist Mario nicht so wirkungsvoll, aber dies war wieder mal sein Auftritt.

Eher wir uns versahen, übernahmen Témérai und Brîcolé die Goldene Kugel in ihre magische Obhut. Und wir verließen schnellst möglich die Winkelkneipe.

Wir gingen Neuer Hof. Dort fanden wir das Geschäft von Claude Merce.

Wir mussten kaum Magie anwenden um zu erfahren, dass Merce das Geschäft von Rainer Rell am 27.07. gekauft. Der sei aber aus Braunschweig verschwunden. Er habe wohl einer Widerstandsgruppe gegen Napoleon angehört, die wohl die Wissende Hand hieß. Es habe auch am 02. August eine Razzia gegeben. Die Franzosen hätte ihm aber geglaubt , dass er nicht der Wissenden Hand angehörte.

Es ging das Gerücht um, dass er in Göttingen sei. Die Kugel habe er im Keller gefunden. Auf die Kugel sei er zufällig im Keller gestoßen. Ein Pater habe mit ihm im Keller etwas gesucht. Da habe er die Kugel mit in den Laden genommen.

Es war zum Verzweifeln. Mussten wir nun nach Göttingen.

Mark hatte eine bessere Idee. Wir reisten ein paar Tage zurück, zum 26.07.1909.

Rainer Rell war nervös, Er rechnete wohl jederzeit mit einer Razzia.

Wir beruhigten ihn magisch und fragten nach der Goldenen Kugel. Die sei schon immer im Keller gelegen. Wahrscheinlich schon bevor sein Ahne Meyer Rell, das Geschäft 1685 eröffnet hat. Nach Stechinelli und Werner von Thurn und Taxis gefragt, sagte Raine Rell: „Ja da war was. Es gäbe das Gerücht, dass sein Ahne Meyer Rell des Mords verdächtigt wurden sei. Aber ihm sei eine zufällig anwesende Gruppe zu Hilfe gekommen. Das war, glaube ich, 1689.“

Danach gefragt ob und warum sein Ahne Meiyr Rell (1) genannt wurde, sagte Raine Rell: „Das ist wegen meines Bruders, der Meyer heißt. Den nennt Meyer Rell (2). Der studiere in Helmstedt.“

Wir verließen Rainer Rell und Neuer Hof.

An der Friedrich-Wilhelm-Eiche verließen wir auch das 1909.