Pétanque – das erste Spiel (die Rheuma-Geschichte)

Viele jüngere Spieler hören die u.a. Geschichte nicht gern, da Pétanque wegen eines kranken, behinderten Boulespieler erfunden wurde.

Was ist daran schlimm?

Der folgende Text stammt aus einem Artikel zum 100jährigen Jubiläum. Ob ich den Text alleine erstellt habe weiß ich nicht mehr.

 

Die ganze Welt glaubt(e) Pétanque sei 1910 entstanden.

Non! Nein!

In einem kleinen Ort, in La Ciotat, an der französischen Mittelmeerküste wissen es einige Herren besser!

In La Ciotat wurde 1907 das erste Pétanque-Spiel der Geschichte ausgetragen. Das erklären die Nachkommen der Zeitzeugen.

Ein sehr guter, schon etwas älterer Spieler des Jeu Provençal musste zuschauen. Sein Rheuma plagte ihn, und er konnte weder den Ausfallschritt vollziehen noch konnte er die drei Schritte Anlauf zum Schuss nehmen, zu stark waren seine Schmerzen. Dennoch wollte er seinen Sport nicht aufgeben, und es kam ihm die Idee, die Wurfdistanz um einiges zu verkürzen und zudem ohne Anlauf im Stehen zu spielen. Man stand in einem Abwurfkreis und spielte auf eine Entfernung von 6 bis 10 m. Von der Abwurfposition – man musste mit geschlossenen Füßen im Kreis stehen – leitete sich auch der Name des Spiels ab. Die Bezeichnung für „geschlossene Füße“ heißt auf französisch „pieds tanqués“, auf provençalisch hieß es „ped tanco“. Diese beiden Wörter sind schon bald zu einem verschmolzen: Pétanque.

Wer mehr über die Geschichte des Boulespiel allgemein und Pétanque im besonderen wird auf der Seite des DPV fündig.