Korsika

Von Pisa radelte ich nach Livorno und nahm dort die Fähre nach Bastia. Das Cap Corse umrundete ich nicht. 

Sondern fuhr direkt nach Saint-Florent

SAINT-FLORENT

In Saint Florent fand ich gleich ein Hotel. 

In einem Restaurant lernte ich einige Deutsche Touristen kennen. War ein netter Abend.

Ich glaub, dass ich am nächsten Tag eine Radtour in die nähere Umgebung machte, einen Menhir fotografierte und Feigen vom Baum aß. 

Das kann aber auch anderswo gewesen sein.

Dann radelte ich nach L’Île-Rousse

L’Île-Rousse

Wenn ich mich recht erinnere, ging es von Saint-Florent erstmal steil bergauf. Nach meiner Erinnerung sah ich rückwärts bergab zwei Hunde, die mich verfolgten. Sie waren noch weit weg. Ich war schon einige Zeit am Berg und abgekämpft. Doch die Hunde brachten neue Kraft. Sie gaben dann irgendwann auf.

 


Auch auf dieser Fahrt (glaube ich) hörte ich Schüsse und sah dann einige Jäger. Ist hier nicht ungefährlich, dachte ich.

Einer der Jäger war der Wirt in dem Hotel wo ich abstieg. Ich erkannte ihn nicht, er aber mich. Er hätte Wildschweine geschossen. Und die gab es auch zu essen. Lecker!

Sonst hat mir L’Île-Rousse nicht besonders gut gefallen. Es war sehr touristisch. Eine deutsches Paar am Nachbartisch fand, es sei alternativ. So verschieden sind die Ansichten.

In der Nacht träumte ich, dass ich mit einem Fahrrad auf einer Insel unterwegs sei. Im Korb am Lenker ein Tier, dass reden und zaubern konnte.

Ich habe diesen Traum später in Symfortd verarbeitet. (siehe Eden)

Am nächsten Tag fuhr ich mit der Chemins de fer de la Corse nach Ajaccio

Ajaccio

Mit der Chemins der fer de la Corse ) fuhr ich zunächst Ponte Leccia. Dort wechselte ich in den Zug nach Ajaccio. Von der im Reiseführer beschriebenen Aussicht bekam ich leider nichts mit da es dunkel war.

In Ajaccio angekommen habe ich mich erstmal verlaufen. Statt nach rechts  in die Stadt ging ich nach links und kam in Viertel mit Hochhäusern.

Dort gab es eine Bar Sportiv.

Dort traf ich viele nette Leute. Die hatten einen klaren Ablauf des Nachmittags. Karten und Pétanque.

Beim Pétanque durfte ich auch mitspielen.

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Abends gab reichlich Pastis. Die erste und einzige Kneipe die ich in Frankreich besuchte, die dem Vorurteil, Franzosen trinken immer Pastis in Kneipen, gerecht wurde.

Zwischendurch habe ich das Geburtstagshaus von Napoleon besucht. Schließlich haben wir zusammen Geburtstag.

Am geplanten Abreisetag goss es in Strömen. Am Flughafen ging’s nur Richtung Frankreich. Mit der Bahn nur zurück. Also buchte ich einen Bus nach Bonifacio. Der fuhr allerdings erst um 16:00 Uhr.

Also zurück in die Bar Sportiv, wo ich schon gefrühstückt hatte.

Der Wirt brachte meine nassen Sachen (Pullover und Basketballstiefel) zu Becker zum trocknen. Da blieben sie, da der Becker bis 16:00 Uhr geschlossen hatte.

Ich hab' noch ein paar Stiefel in Ajaccio. 

Ich hatte dann noch eine längere Unterhaltung mit einem Gast, der gut deutsch sprach und behauptete eine Art Geheimagent zu sein.

Er erklärte mir, ich spreche schauderhaft französisch. Ich beschloss Unterricht zu nehmen.

(Das machte ich dann auch an der Volkshochschule Braunschweig. Zunächst Bildungsurlaub. Dann einige Jahre im Vormittagskurs. Ich arbeitete damals im Jugendzentrum)

Dann machte ich mich auf zum Bus. Mein Rad wurde im Kofferraum unterhalb der Sitzplätze gelagert.

Busfahrt Ajaccio - Bonifacio

Im Bus traf ich drei junge Damen, die wahrscheinlich den selben Reiseführer hatten wie. Leider roch ich stark nach Pastis. Das mochten Sie nicht.

Dann ging es durch Serpentinen die Berge rauf und runter. Ich war inzwischen froh, dass ich dort nicht mit dem Fahrrad fuhr.

In den Orten gab es aufgrund der parkenden Autos keine Durchkommen. Der Bus hupte laut. Aus den Geschäften und Kneipen strömten Leute auf die Straße und zu den Autos. Der Bus konnte weiter fahren. 

Ich verbrachte ein paar Tage in Bonifacio.

In meinen Reiseführer hatte ich gelesen, dass unterhalb des Leuchtturms ein Felsen so aussah wie ein Schiff. 

Ich machte mich auf den Weg.

Unterwegs hielt ein Auto. Ich fragte ob es zum "Phare" (frz. Leuchtturm) ginge.

Den Redeschwall der Mannes verstand ich nicht.

Was ich nicht erwartet habe war, dass ich umsteigen musste. In einen kleineren Bus.

Inzwischen war es warm und sonnig.

Der Busfahrer (links im Bild) lachte sich halbtot, als er mein Fahrrad verlud. 

Meine französisch war nicht gut genug, ihn über den Regen in Ajaccio aufzuklären.

Er lachte noch mehr, als ich nicht am Campingplatz ausstieg, sondern ins Hotel wollte. Ich hatte damals auch noch kein Zelt.

Das Foto vom Schiff finde ich z.Z. nicht.

Am Strand  traf ich die drei jungen Frauen wieder.

Bald hieß es Abschied nehmen. Mit der Fähre fuhr ich nach Santa Teresa Gallura und mit dem Fahrrad nach Olbia