Ungarn

Györ

Es war ein regnerischer Tag. Ich mummte mich in meine Regensachen einschließlich Gamaschen ein.

Die Grenze lag auf eine Donaubrücke.

Aus meiner Richtung war die Auffahrt mit einem weißen Schild mit roten Rand für Fahrzeuge aller Art gesperrt.

Ich stieg vorsichtshalber ab.

Auf de Brücke stand ein sehr junger Soldat mit Seitengewehr.

Er wollte meinen Ausweis sehen.

Ich deutete auf meine Bauch wo ich einen Bauchgürtel hatte und holte den Ausweis heraus.

Die Zollbeamten konnten sich nicht halten vor Lachen, als sie mich in meiner Montur in ihrem Raum treten sahen. Die Sonne schien inzwischen wieder.

Sie fragten mich woher ich käme. Braunschweig fand sie sehr weit mit dem Rad. Ob sie verstanden, dass ich nur von Passau kam, weiß ich nicht.

Zumindest konnte ich Geld tauschen und bekam einen Kaffee.

Einen Radweg gab es auch hier nicht. Die Straße war von LKW-Kolonnen befahren. Die LKWs fuhren schnell und knapp an mir vorbei und ich musste mich ihrem Sog entziehen.  

Sie überquerte ich die Straße und fuhr auf kleinen Straßen weiter. siehe (Straßen, Autobahnen, Radwege).Irgendwann wollte mich ein Hund nicht vorbeilassen. Autofahrer vertrieb in mit einem geworfenen Knüppel.

So gelang ich nach Györ.

Über Györ fehlen mit die Aufzeichnungen.

Ich erinnere mich, dass eine hübsche Stadt war


Gerecse-Gebirge

Eine hübsche kleine Stadt, ich übernachtete dort nach einem Spaziergang.

In Ungarn gibt bzw. gab es einige Radwege. Im Fotoalbum unten einige interessante Beispiele.In meinem ungarischen Reiseführer wurde ganz romantisch von Einladungen zu Hochzeiten gesprochen. Ich erhielt keine.

Dafür bekam ich Gegenwind bei der Abfahrt.

Ohne Wind hätte ich mein Rad gut in Gewalt haben, wie im Burgund.

Aber es gab keine schnelle Abfahrt. Ich musste mit aller Kraft in die Pedale treten, um den Berg runterzufahren.

Unten gab es dann eine Gaststätte, wo nicht nur ich mich bei einem Bier erholte.

Unten Bilder von lustigen Verkehrsschildern

Esztergom

In Esztergom übernachtet ich in einem großen Hotel.

Ich aß in einem großen Speisesaal.

Nach dem Essen wurden die Schilder ausgetauscht. Es wurde teurer.

Denn es gab eine Striptease-Show. 

Das Bier trank ich noch aus.

Am nächsten Tag radelte ich dann

nach Visegrád 


Mit den übrigen Gästen machte ich einen Ausflug zum Thermalbad oberhalb des Donauknies.

Eines der Paare kam aus der ehemaligen DDR.

Sie berichteten, wie sie den Urlaub früher finanziert hatten.

Zum Abschluss meiner Aufenthalts lud uns der Wirt zu einem formidablen Mal mit selbst geangeltem Fisch ein.

Doch dann radelte ich auf der Donauinsel weiter.

Donauinsel

Auf der Donauinsel ließ sich gut radeln.

Auf einem der Häuser war ein Storchennest.

Nach Budapest setzte mich eine Fähre rüber.

VISEGRÁD

Ich radelte weiter, am Donauknie entlang.

Da meine Wäsche unbedingt gewaschen werden musste, fuhr ich in den nächsten Ort namens Visegrád ein.

Ein glücklicher Zufall. Kurz nachdem ich den Ort einfuhr, sah ich eine Wäscherei. Im Tourist-Info bekam ich ein Zimmer in einer Pension angeboten.

Die bestand aus mehreren neuen Häusern.

Die Wirtin wusch mir meine Wäsche.


BUDAPEST

Dann erreichte ich Budapest 

An er Tourist-Info fragte mich ein Mann, ob er mir ein Privatzimmer anbieten könnte.

Ich schlug ein.

Ich besichtigte die Stadt, ging über die Kettenbrücke.

Besuchte das Historische Wachsfigurenkabinett. Dort bekam ich eine Führung durch die Geschichte Ungarns. 


Ich war in zwei Schwimmbädern.

Im Gellértbad war ich.

Dort ließ ich mich massieren.

Im Restaurant traf ich eine Mann, der meinte ich könne ruhig durch Jugoslawien, das sei nicht gefährlich. Ich glaubte ihm nicht. Und hatte andere Pläne.

Diese Pläne konkretisierten sich im Széchenyi-Bad. Ich kam zufällig vorbei und hatte die Badehose mit. Ich wusste aus meinen Reiseführer, dass hier im Wasser Schach gespielt wurde. Ich schaute eine Weile zu, schwamm und tauchte.

 


Als ich einmal auftauchte, hörte ich jemand Lutz rufen.

Ein Skatbruder von mir arbeitete zu dieser Zeit als Lehrer am Plattensee. Als ich von meinen Urlaubsplänen hörte, meinte er ich müsse ihn unbedingt besuchen.

Er hatte gerade Besuch von anderen Freunden und war ebenso zufällig hier wie ich.

Ohne diese Zufall hätte ich ihn nie gefunden. Der Plan, den er mir zeichnete führte mich später zu seinem Haus nach Balatonszabadi. Er musste auf Klassenfahrt und bat mich auf seinen Hund aufzupassen. Ich hoffte im stillen, das der Hund und ich uns vertrugen.

Ich fuhr noch ein wenig die Donau entlang

Dunaföldvár

Dunaföldvár hatte ein Hotel und einen Yachthafen.

Am nächsten Tag verließ ich die Donau Richtung Westen zu nach Balatonszabadi am Balaton.

Die Strecke war nicht besonders schön, laut Google 81,9 km. Aber ich bin vielleicht eine andere weitere Strecken gefahren.

Balatonszabadi - Balaton

Die Zeichnung meines Skatbruders aus dem Széchenyi-Bad in Budapest war gut. Ich fand sein Haus auf Anhieb.

Er arbeitete im Garten.

Ich verbrachte die Tage mit dem Ausführen des Hundes. Wir verstanden uns recht gut.

Außerdem machte ich Touren mit dem Rad am Balaton.

Dann gab ich mein Rad und Gepäck am Bahnhof auf. Mein Skatbruder unterstützte mich. Er sprach ungarisch.

Ich mußte sogar Zoll bezahlen.

Aber alles kam zuhause an.

Übersicht Passau-Plattensee 1991