Burgund

LAIGNES BURGUND

Die Banken hatten in der Gegend damals montags zu.

11.07.1983 

Laignes (Burgund)

(327 km, 17:14 h 100 Tage-km lt. Tacho)

Hier fand ich ein Hotel, das mich aufnahm und mir gestattete am nächsten Morgen – wenn die Banken aufmachten – zu bezahlen.

Laignes (Burgund) Hotel
Laignes (Burgund) Hotel
Laignes (Burgund) Blick aus dem Hotel
Laignes (Burgund) Blick aus dem Hotel

Bevor ich dusche trinke ich ein Bier. Danach mache ich einen Spaziergang durch den Ort Laignes. Dort  

sah ich auch das Bassin.

In einem Gasthaus spielen Männer Karten und es gibt einen kleine Smalltalk. Zum Abendessen im Hotel gab es:

  • Gänseleberpastete á la Maison (im Steintopf)
  • Schnecken á la Burgund
  • Schnitzel mit Madeira
  • Fromage blanc
  • Marc de Bourgogne

Fromage blanc ist Quark, schmeckte aber auf französisch viel besser.

Ein Abendspaziergang führte mich in das schon erwähnte Gasthaus.

Am nächsten Tag bekämpfte ich meinen Durchfall mit Lakritze und machte ich mich auf in die Berge des Burgunds.


TONNERRE – CHABLIS (BURGUND) - AUXERRE

12.07.1983

Der in Nancy veränderte Plan brachten mich nun durch die Berge des nördlichen Burgund. Dabei waren die Anstiege zwar beschwerlich, die Abfahrten aber noch schwieriger. Die (mindere) Qualität meines Rades und meiner Satteltaschen brachten mein Rad ins „Schwingen“. 

Es forderte ein großer Anstrengung, das Rad bergab bei rasender Fahrt zu beherrschen.

Es waren aber Kutteln. Ich aß nur einen Happen.

Das reichte aber! Ich spülte den Geschmack mit einigen Gläsern Chablis in der gleichen Bar und in einer Bar ein paar Tritte weiter runter.

Am nächsten Tag spürte ich daher Muskeln, von deren Existenz ich vorher keine Ahnung hatte. Muskelkater hoch drei.

Ich durchfuhr Tonnerre (358 km, 18:58 h.). Wahrscheinlich vorbei an allen Schönheiten der Stadt

CHABLIS

Dann tauchte das Schild „Chablis“ (374,4, 20:05 h) auf und ich erinnerte  an das Lied von Peter Horten „Das allerletzte Glas“, das auch ein Chablis sein konnte.

Ich beschloss entgegen meiner Vorsätze ein Glas zu trinken. Wie auf dem Schild zu sehen ist gab es hier Andouillette de Chablis. Ich bestellte. Die Dame an der Theke wollte mich warnen. Sie zeigte auf Ihren Bauch. Ich dachte sie meinte, dass sei eine Art Leber.


Die warme Sonne tat ihr Übriges. Ich war alkoholisiert. So brach ich meine Tour vorzeitig ab und lernte Auxerre (394,4 21:14 h) kennen.

Ich trinke etwas in einer Bar. Schaue beim Pétanque zu und gehe schließlich in einem kleinen Innenhof Essen:

  • Pastete
  • Champignon-Chremesuppe
  • Schinken in Tomaten-Petersiliensoße
  • Käse
  • Eis
  • Kaffee

Durch die abendliche Stadt wandere ich zurück ins Hotel.

Der AJ Auxerre spielt im „Alpencup“ Fußball. Was ich mir aber nicht ansehe.

Ich dreimal in Auxerre. 

siehe

Auxerre

12.07.1983

Im Touristenbüro hole ich mir Prospekte. Da lese ich, dass hier (1878?) die Reblaus zugeschlagen hat.


Ich habe Auxerre noch mindestens 2x besucht. Einmal mit meiner Weinfahrt-Clique und einmal auf einer Autofahrt nach La Palmyre.

Ich habe dabei u. a. das Cafe entdeckt in dem der legendäre Coach des AJ Auxerre Stammgast war. Und in den der Klodeckel sich nach der Benutzung selbst auswechselte.

Saint-Fargeau - Briare - Gien

13.07.1983

Durch das morgendliche Auxerre rolle ich weiter Richtung Loire. Komme durch

  • Pourrain ( 410,4 km, 22:19 h) und 
  • Toucy (420,6 km, 22:56 h).
  • In Bléneau (450,3 km, 01:00:33 t:h.m) beschließe ich eine wenig nach Süden zu fahren, um über 
  • Saint-Fargeau (462,5 km, 01:01:12) die Loire schon bei 
  • Briare (493,2 km, 01:02:46 t:h:m) zu erreichen.

Von dort radle ich weiter nach Gien (505 km, 01:03:26 t:h:m).

Nach meinen Notizen bin ich an diesen Tag 161 km gefahren. Die Berechnung nach Google-Maps ergeben allerdings nur 109,6 km. Entweder bin ich ein paar Schleifen gefahren, oder ich habe falsche Notizen)

Weiter Loire-Tour ohne Tour

Übersicht Vorwort