Als Packesel durch Paris

Wieder mal ging ein Plan nicht auf.

Ich kam mit dem Zug aus Granville recht früh in Paris an. Unterwegs hatte ich auf meiner Radtour entlang der normannischen Kanal-Küste im Teletext (ein Vorgänger des Videotexts) des französischen Fernsehen, dass einige Metro-Stationen in Paris gesperrt waren.

Aber ich kannte ja eine Buslinie die direkt von Gare Montparnass zum Gare du Nord fuhr. Ich hatte ihn schon nach meiner Loire-Tour benutzt. Der Bus ist zwar langsamer

Das Rad hatte ich der Bahn anvertraut.

Als ich in mit meinem Bus stieg, fragte ich den Fahrer ob der Bus zum Nordbahnhof fahren würde. Er bejahte eingeschränkt, der Bus fuhr nicht durch, ich müßte auf „l’autre côté“ wechseln. Er warf einen zweifelnden Blick auf mein Gepäck.

Ich dachte an die andere Seite der Straße. Und stieg ein.

Es war die andere Seite der Seine, und viele hundert Meter (oder gar viele km) die ich bei heißer Sonne mein Gepäck durch Paris trug.

Der französische Staatspräsident hatte Gäste und deshalb aus Sicherheitsgründen halb Paris gesperrt.

So trug ich mein Gepäck wie ein Packesel durch Paris.

Mein leckeres Essen in einem vorher gewünschten Restaurant konnte ich vergessen.

Ich gab mein Gepäck in der Aufbewahrung ab und aß mehr recht als schlecht im Bahnhof(nähe)

Und trank Cognac.

Die Frau des deutschen Paar flüsterte ihrem Begleiter zu, ich rieche nach Alkohol.

Mir war das nach der Plackerei egal.

Ich kam nicht zum geplanten Spaziergang durch Paris und nicht zum Essen am „Place d’ecole de polytechnique“

Siehe auch Paris

Das Gepäck auf dem Rad.
Das Gepäck auf dem Rad.