Deutscher Fernsehfunk (DFF) - Fernsehen der DDR

Am 08. Oktober 1958 wurde das Sandmännchen das erste Mal im DFF gezeigt. Dass es ab 01. Dezember 1958 auch ein westdeutsches Sandmännchen gab, blieb mit lange Zeit verborgen.

Da die Grenze zur DDR etwa 50 km von Braunschweig entfernt lag, konnten wir den DFF bzw. das Fernsehen der DDR (wie der Sender ab 11. Februar 1972 hieß) gut empfangen.

Aber wann ich das Sandmännchen das erste Mal gesehen habe, weiß ich nicht.

Wir schauten oft das Ostfernsehen (wie wir und viele andere sagten). Neben dem Sandmännchen habe ich zunächst vor allem das ausgezeichnete Kinderprogramm gesehen. Z. B. Meister Nadelöhr (Sendebeginn23. November 1955) oder die Die Flimmerstunde /Sendebeginn 14. September 1959). Aber auch die guten CSSR-Kinderfilme (Pan Tau z. B.) waren bei mir sehr beliebt.

Beliebt war auch die Montag Abend ausgestrahlte Sendung "Für den Filmfreund ausgesucht" (über die ich im Netz nichts gefunden habe. Sie wurde Montags Abend ausgestrahlt und zeigte alte Schwarzweiß-Filme. Auf diese Sendung folgte der "Schwarze Kanal)

Einige Zeit gab es am frühen Nachmittag (ca. 14:00 Uhr glaube ich) Filme im DFF.

Da meine Eltern beide arbeiteten, schaute ich sie meistens statt Schularbeiten zu machen.

Ich erinnere mich an einen Film, der (glaube ich) Reise in die Urzeit hieß. Ein paar Jungs fuhren mit einem Paddelboot in eine Höhle und drangen immer tief in die Vergangenheit ein.

Auch an einen Film über Johann Friedrich Böttger und die Erfindung des Porzellans erinnere ich mich.

An weitere Besonderheiten erinnere ich mich bis zum Mauerfall nicht.

Mehr durch Zufall sah ich am 09. November 1989 im Fernsehen der DDR die Pressekonferenz mit Günter Schabowski 

in der er "als Sekretär für Informationswesen auf einer Pressekonferenz, im Gebäude Mohrenstraße 36–37, von einem Zettel eine neue Regelung für Reisen ins westliche Ausland für DDR-Bürger ab. Auf eine Reporterfrage antwortete er, dass diese seines Wissens „sofort, unverzüglich“ in Kraft trete." (Zitat aus Wikipedia)

Mehr zum Mauerfall siehe: Mauer und Stacheldraht

Nach dem Mauerfall veränderte sich das Fernsehen der DDR rasant. Zunächst preschte der Jugendsender Elf99 mit einigen Enthüllungsberichten voran.

Dann übertrug das Fernsehen der DDR Berichte von Tagungen vom Runden Tisch und von der Volkskammer.

Eingeprägt hat sich mir ein besonderes Bild. Die Volkskammer hatte gerade beschlossen Hammer und Zirkel als Staatssymbol abzuschaffen. Unmittelbar danach zeigt das Fernsehen der DDR zwei Männer, die zum zu dem in Volkskammer montierten Staatssymbol aufblickten. Man sah ihnen an, dass sie überlegten, wie man dieses demontierte.

In den Berichten über die Wende in DDR, die in verschiedenen TV-Programmen laufen, fehlt dieses Bild leider. Auch Berichte über die Runde Tische habe ich nicht gesehen.

Nach der Wiedervereinigung übernahm DAS ERSTE das Fernsehen der DDR. Nach Gründung der ostdeutschen Länder  "gründeten Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am 31. Mai 1991 den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) mit Sitz in Leipzig." Mecklenburg-Vorpommern trat dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) bei.

"Im Land Brandenburg wurde am 12. Oktober 1991 der Ostdeutsche Rundfunk (ODR) gegründet. Dieser wurde etwa zwei Wochen vor Sendebeginn in Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg (ORB) umbenannt. Mit Wirkung vom 1. Mai 2003 fusionierten der ORB und der Sender Freies Berlin (SFB) zum neuen Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)."

"Die neuen Anstalten nahmen am 1. Januar 1992, 0 Uhr – unmittelbar nach Sendeschluss des DFF – den Sendebetrieb auf.[7] Eigentlich durfte der DFF keine Sekunde nach Mitternacht weiter senden – doch bis tatsächlich umgeschaltet wurde, vergingen einige Sekunden."

(Quelle Wikipedia, die kursiven Texte sind wörtliche Zitate der Fassung des Wikipedia-Artikels Deutscher Fernsehfunk

 vom 07. Mai 2019).

Übersicht der DDR-Artikel hier.