Der Tod gibt sich die Ehre

Der Tod gibt sich die Ehre (1970)

in Ullstein Krimi 10050

Schwarze Orchideen Sammelband

Übersetzung Renate Steinbach

Cordially Invited to Meet Death (1942) The American Magazine /  Farrar & Rinehart (Wikipedia)

Die Party-Arrangiererin Bess Huddleston hat Nero Wolfe schon einmal verärgert, weil sie ihn auf einer Ihrer Partys »ausstellen« wollte. Da Archie Goodwin aber nicht gern faulenzt, sorgt er dafür, dass die Dame in der 35th Street auftaucht.

Dort plumpst sie in den roten Ledersessel und will das Wolfe einen gemeines Briefschreiberle ausfindig macht. 

Wolfe übernimmt den Auftrag und Archie muss sich unter anderen mit einem Schimpansen, Bären und einigen Krokodilen herumärgern.

Dafür müssen Wolfe und Fritz müssen von einer Frau Kochtipps annehmen: Bei Cornedbeef-Haschee sollte man das Fleisch nicht fein wiegen, vor allem aber Schweinsgekröse hinzufügen. Die Dame darf sich später an Wolfe schmiegen, als sie einen Tipp hinsichtlich der Mockturtle gibt. Die Welt steht Kopf.

Als Bess Huddleston stirbt ist für Wolfe der Fall zunächst erledigt. Allerdings schickt er schwarze Orchideen zur Beerdigung

Archie beweist, dass er keine Dumpfbacke ist. Dass der Bruder der Toten und auch Cramer auf die gleiche Idee kommen, führt im Endeffekt dazu das Cramer Wolfe verärgert und dieser wütend das Mörderle sucht und findet. Nur um Cramer zu blamieren lässt er das Ergebnis in der Gazette veröffentlichen. Das Nachsehen hat das Täterle, das auch mit dem Wetter hadern muss. 

Cramer und Stebbins werden übrigens als vom Typ Kleiderschrank,  Rowcliff als dünner Hecht bezeichnet. 

Doc Vollmer kommt auch zum Einsatz.

Zum Schluss noch ein typisches Zitat. 

»Mir  reicht's für heute. Es ist entsetzlich, wie man die menschliche Würde mit Füßen tritt. Diese Person, diese Mrs.  Huddleston vertreibt Narren die Zeit und knöpft ihnen dafür ihr Geld ab, von dem Geld bezahlt sie mich, damit ich im Schmutz wühle und einen ekelhaften Schmierfinken ans Tageslicht zerre. Und dennoch bin ich nicht ohne Selbstachtung. Niemand kann mir seinen Respekt versagen. Fragen Sie Fritz, meinen Koch, oder Theodore, meinen Gärtner. Fragen Sie sich selbst, der Sie meine ...«

»Rechte Hand sind. «

»Nein.«

»Premierminister?«

»Nein.«

»Gefährte ?«

»Nein.«

»Komplize, Laufbursche, Söldling. ..« Er hörte  mich nicht mehr. Gleich darauf setzte sich der Lift m Bewegung und beförderte Wolfe rasselnd und quietschend ins Dachgeschoß.