Die Champagner-Party

Die Champagner-Party (1986)

Übersetzung Renate Steinbach 

Goldmann Jubiläums-Ausgabe Rex Stout No. 14 / Goldmann Krimi 4062

 

Lt .  Kaliber 38:

  • Goldmann und Wollerau 1971
  • Goldmann, 1997 (1. Aufl. - Frankfurt/M.: 
  • Nest-Verlag, 1960), 
  • Goldmann Krimi Nr. 4062
  • Ullstein, 1962

 Champagne for one (1958) Viking Press  Wikipedia

Ein gewisser Austin >Dinky< Byne ruft an einem Dienstag im März in 35th Street an und bittet Archie Goodwin ihn auf einer Champagner-Party zu vertreten. Es ist aber keine gewöhnliche Party. Dinkys Onkel, der verstorbene Albert Grantham hatte zu Lebzeiten einen Teil seiner 300 bis 400 Millionen ererbten Dollaras zur moralischen Verbesserung der Welt ausgegeben. Unter anderen waren ledige Mütter nach Ansicht Granthams der moralischen Verbesserung würdig. Wie geschrieben, die Story spielt 1958. Nicht nur dass er eine Heim für allein stehende Mütter unterstützte, nein er lud vier gebesserte Mütter zu seinem Geburtstag ein, dazu vier Herren der Gesellschaft.

Die Witwe Granthams, die inzwischen wieder Vermählte Mrs. Robilotti, führt nach dem Tode ihres ersten Mannes, die Dinner-Partys  weiter. Nach einem kleinen Wortgefecht mit Nero Wolfe, begibt sich Archie zur Party.

Das Essen nimmt seinen Lauf. Mr. Robert Robilotti erzählt einen Witz, den Archie von Saul Panzer schon besser gehört hat. Celia Grantham, die Tochter des Hauses will mit Archie tanzen, der hält sich allerdings zu nächst bedeckt, da er ihretwegen schon einmal aus dem Flamingo Club geworfen wurde. Die ledige Mutter Rose Tuttle erzählt, dass eine andere ledige Mutter, Faith Usher, Zyankali in einer Flasche in ihrer Handtasche. Archie passt auf wie ein Luchs. Trotzdem stirbt Faith auf dieser Party nach dem Trinken eines mit Zyankali vergifteten Champagners. Und Archie weiß genau, dass Faith keinen Selbstmord begann.

Am nächsten Tag frühstückt Archie wie immer bei Fritz Brenner in der Küche.

Wir erfahren im folgende Zitat etwas über Fritzens Einstellungen zum Mord:

> Fritzens Einstellung zu einem Mord wird mir ewig unbegreiflich sein. Er beklagt ein solches Geschehnis. Für Ihn ist die Tatsache, daß ein menschliches Wesen ein anderes getötet hat, grauenhaft. Er hat mir das selbst gesagt, und es ist ihm Ernst damit. Aber er interessiert sich weder für die Details noch für die Person des Opfers oder des Mörders, und wenn ich ihm die Einzelheiten eines Falles zu erklären versuche, langweilt ihn das furchtbar. Er nimmt den Umstand, daß die menschliche Gesellschaft wiederum um einen Verbrecher reicher ist, mit einem Schauder zur Kenntnis und erkundigt sich dann höchstens noch, ob wir einen Klienten haben. <

Als Archie erklärt, dass kein Klient in Aussicht prognostiziert Fritz zutreffend: „Was nicht ist, kann noch werden.“ Archie berichtet Wolfe beim Frühstück in seinem Zimmer (Dieser sieht bei der Morgensonne in seinem gelben Schlafanzug wie eine riesige Butterkugel). Wolfe begibt sich wie jeden Morgen zu Theodore Horstmann aufs Dach zu seinen Orchideen. 

Freund Lon Cohen von der Gazette möchte natürlich einen Augenzeugenbericht von Archie, der möchte aber der Folgen wegen lieber erst einmal schweigen. 

Auch Inspektor Cramer lässt nicht lange auf sich warten und kommt zu einem kleinen Streit in die 35th Straße. Archie bleibt bei seiner Aussage: Faith Usher hat nichts in ihr Glas getan.

Cramer tobt und stößt Verdächtigungen aus. Archie als Augenzeuge, dass ist hart.

Der nächste Gast ist ein Vater, er heißt Edwin Laidlaw, ist der Vater des Kindes von Faith und wird während seines Aufenthalt in der 35th Street zum Klienten.

Die Tagelöhner Saul Panzer, Orrie Cather und Fred Durkin werden aktiviert.

Archie fährt zum Haus Grantham in Dutchess County, wo er auf die Heimleiterin Mrs. Irwin trifft. Archie erinnert die glänzend beschriebene Frau an eine Lehrerin, die ihm Respekt einflößte. Den Autor dieser Seiten erinnert sie an zahlreiche kompetente Pädagoginnen. 

Wir erfahren auch weiter über den Wagen der Detektei:

> Die Anschaffung der Limousine im Jahre zuvor harte zu einer Kontroverse geführt, die immer noch nicht entschieden war. Wolfe bezahlt die Wagen, aber ich fahre sie, und ich hatte mir einen schnellen, leichten Wagen gewünscht, mit dem ich auf  engstem Raum wenden konnte, falls die Gelegenheit es erforderte. Mein Vorschlag stand jedoch in schärfstem Gegensatz zu Wolfes eingefleischter Überzeugung, daß jeder, der sich einem Fahrzeug - vom Kinderwagen bis zum Hubschrauber - anvertraut, sein Leben leichtsinnig aufs Spiel setzt, wobei die Gefahr im umgekehrten Verhältnis zur Größe des jeweiligen Vehikels steht. In einem Vierzig-Tonnen-Laster würde er sich wahrscheinlich ganz wohl gefühlt haben, Wir kauften also einen Heron, und abgesehen von seinem Umfang, hatte ich nichts gegen ihn einzuwenden. < 

Über die weiteren Ermittlungen wird hier geschwiegen, nicht verschweigen sei aber das Inspektor Cramer auf das Dach stürmt, um eine gewissen Laidlaw zu finden, er erinnert sich nur zu gut an die hier versteckte Clara Fox

Kommissar Skinner versucht (neben vielen anderen) vergebens Archie Goodwin umzustimmen. 

Als Wolfe zwei Geistesblitze produziert, die dazu führen das Saul und Archie sich in einer dunklen Ecke treffen, ist der Fall schon fast gelöst.

Sei noch zu erwägen, dass es zu einer handfesten Auseinandersetzung in Wolfes Büro kommt. Pfui!