Lanzenschlange - Deckel Heyne Verlag
Lanzenschlange - Deckel Heyne Verlag
FER-DE-LANCE - Deckel Penguin Books
FER-DE-LANCE - Deckel Penguin Books

Die Lanzenschlange (1976)

Heyne Krimi 1693

Übersetzung: Helene Mayer

Ferde lance(1934)

GB:

Fer-de-lance (1935)

Penguin Books 1080

Das Buch spielt in New York City und Westchester.

Der erste Nero-Wolfe-und-Archie-Goodwin-Roman, die Figuren sind noch etwas „unfertig“, der Roman ist ernster als die meisten anderen.  siehe auch Nero Wolfe und Archie Goodwin

Fred Durbin schleppt eine Freundin seiner Frau (Italienerin) an, deren Bruder verschwunden ist. Durkin ist nicht gut bei Kasse (Weltwirtschaftskrise).

(Anmerkung: In der GB-Ausgabe [PenguinBooks1080] findet sich ein Hinweis darauf, dass Saul Panzer fest bei Wolfe angestellt ist: »Saul Panzer andgotourweeklyenvelopessliced.«,   er bekommt also wie Archie jeder Woche seinen Umschlag.)

Wolfe muss Zeitungen zerschnippeln, dem Staatsanwalt Fletcher M. Andersoneine teure Wette anbieten und sich zeigen lassen wie man mit Golfschlägern umgibt.

Archie muss sich in White Plains u.a. mit Ben Cook, Polizeichef, Westchester undH. R. Corbett, Detektiv beim Distriktanwalt, Westchester sowie Anderson Assistenten Derwin  herumschlagen. 

Für Informationen sorgt der geheimnisvolle Morley.

 


Zusammen mit Fred Durkin, Saul PanzerBill Goreund Orrie Cathermuss er eine einfältige junge Frau überfallen. Wolfes Freund Williamsonstellt sein Grundstück zur Verfügung.

Zudem schickt das Mörderle Wolfe und Archie noch eine Giftschlange, eine Lanzenschlange ins Haus.

Doch die Beiden aus dem Backsteinhaus in der 35thStreetentkommen der Schlange und finden das Mörderle.

In diesem Roman ist das Ende wie so oft in Stouts Romanen: Wolfe trickst so, dass das Täterle den Freitod wählt.

Nachtrag: Nach der Lektüre von Josef Quack, Die Grenzen des Menschlichen, komme ich zu einer anderen Deutung. Wolfe gibt (nicht nur an dieser Stelle) die Chance eigene Entscheidungen zu treffen. Er lässt den überführten wissen, was er über ihn weiß. Daraufhin treffen diese dann eigene Entscheidungen.

Archie hat eine außerdem eine große, eingerahmte Fotografie von meinen Eltern, »die beide starben, als ich noch klein war.«  (S.20) 

Neben einigen anderen Fotos wird eines in der Heyne-Ausgabe nicht erwähnt. Es ist sehr freizügig und hängt im Badezimmer.

 »Also there was a coloured one called 'September Morn', of a young woman apparently with no clothes on and her hair hanging down in front, but that was in the bath room.«

Des weiteren erklärt er: »ich wohnte seit sieben Jahren da; es war wirklich ein Heim für mich und sollte es vermutlich weitere sieben oder sogar siebenundzwanzig Jahre bleiben, weil das einzige Mädchen, das ich gern geheiratet hätte, einen anderen vorgezogen hatte. Durch diese Sache hatte ich Wolfe kennen gelernt — doch die Geschichte will ich nicht erzählen, wenigstens jetzt noch nicht.«   S.20) (in der GB-Ausgabe findet sich noch der Hinweis, dass noch einiges zu klären wäre.

 »There are one or two little points about it that will need Clearing up some day.«

Fritz Brenner so belehrt uns die GB Ausgabe, wohnt (noch) nicht im Keller sondern oben bei den Pflanzenzimmern.

Ebenfalls verschweigt die Heyne-Ausgabe, dass Wolfe gern Radio hört und sich philosophisch darüber auslässt, dass es doch eine perfekte Ära für den sesshaften Menschen sei. (vgl. GB-Ausgabe.)

 »Fritz slept up above, across the hall from the plant-rooms.« 

Der Orchideenzüchter Glücken wird zum Schluss erwähnt.

Der Roman ist interessant wenn man die Entwicklung der Charaktere verfolgen will, sonst eher unterdurchschnittlich.